Manga über Online-Kontroversen wird nach Online-Kontroverse eingestellt

Der Verlag Houbunsha gab kürzlich bekannt, dass der Manga »Honjitsu Watashi wa Enjō Shimashita« mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Ursprünglich sollte die Reihe, in der es um ein Mädchen geht, das Online-Kontroversen auslöst, nur eine kurze Pause machen. Nachdem der Mangaka Dogeza jedoch mehrmals selbst in Online-Kontroversen verwickelt war, sah sich der Publisher dazu gezwungen, die Reißleine zu ziehen.

Vor ein paar Tagen hatten Twitter-User einige alte Tweets von Dogeza entdeckt, in denen er sich unter anderem rassistisch gegenüber Koreanern und anderen Ausländern geäußert haben soll. Nachdem dies publiziert wurde, beschloss Houbunsha den Manga zu pausieren, während Dogeza sich öffentlich entschuldigte und eine Twitter-Pause einlegte.

Doch die Ruhe hielt nur kurz an. Kaum war Dogeza wieder zurück auf dem sozialen Netzwerk, fiel er erneut negativ auf. Dieses Mal äußerte er sich wütend und sarkastisch über die vielen privaten Nachrichten, die er nach der Kontroverse erhalten hatte.

Doch obwohl Dogeza seinen Twitter-Account kurze Zeit später komplett löschte, war diese Aktion zu viel für den japanischen Verlag, der daraufhin die Reißleine zog und den Manga fortan nicht mehr veröffentlichen wird.

»Honjitsu Watashi wa Enjō Shimashita« bedeutet wörtlich übersetzt »Heute ging ich in Flammen auf«, enthält aber im japanischen Original ein Wortspiel auf Internet-Flaming. Entsprechend geht es in dem Manga auch um ein junges Mädchen namens Kanae, das feststellt, dass man auch mit negativen Inhalten im Internet bekannt werden kann. Deswegen beschließt sie auf der Onlineplattform MeTube Videos mit kontroversen Inhalten einzustellen, in der Hoffnung, so mehr Aufrufe zu generieren.

Quelle: ANN

Kommentare

14 Kommentare und Antworten zu "Manga über Online-Kontroversen wird nach Online-Kontroverse eingestellt"

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Neo
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Kontrovers

jochen
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^ This!

SPEEDCORE70
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*insert Palpatine meme*

Radon
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Ich glaube ich weiß welchen Manga ich lesen kann. Mittlerweile ist mir egal wer was gemacht hat solange das Entprodukt stimmt. Wenn man genau sucht findet man immer irgendwie irgendetwas.

jochen
Gast

*Endprodukt

Haku
Gast

Das ist natürlich eine super Rechtfertigung für Rassismus.

AnimeWestfalia
Gast

Entprodukt? Ich könnte mir vorstellen, dass die ein oder andere Ente im Manga vorkommen wird. 😉

Ohaho
Gast

Da ist ist wohl jemand bei der Recherche zu weit gegangen^^

Balmung
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Allein der Titel, zu amüsant.

Zeigt mal wieder, dass man besser nie etwas negatives sagt, weil es sonst noch Jahre später auf einen zurück fallen kann und alle überreagieren. Also immer schön political correctness wahren.

Dru
Gast

Als ob es SOOO schwer ist, sich nicht rassistisch zu äußern.

Haku
Gast

Warum rechtfertigen hier eigentlich alle Rassismus?! Das hat nichts mit Political Correctness zu tun…

Mangabanger
Gast

Die wissen wohl nicht was Political Correctness bedeutet.

SleepyDave
Gast

Das ganze erinnert mich an das Yandere-Dev Drama, wo Leute Foren-Posts von 2008(!) aufgegabelt haben, um zu beweisen, dass er ein Cringelord ist. Ich finde nicht gut, dass Leute wegen Sachen, die sie Jahr zuvor gepostet haben, und zu denen sie eventuell ihre Einstellung geändert haben, belangt werden können.

Haku
Gast

Naja… du kannst nicht wirklich eine Belanglosigkeit, wie »Er war ein Cringelord« mit Rassismus vergleichen, oder?