»Attack on Titan«-Autor Hajime Isayama spricht über die Probleme als Mangaka

Der japanische Fernsehsender MBS strahlte vor einigen Tagen eine Dokumentation über Hajime Isayama, dem Mangaka von »Attack on Titan«, aus. In der Sendung zeichnete Isayama das grobe Layout für das letzte Panel des Mangas und sprach über seine Probleme mit dem Kampf gegen Schreibblockaden und über den Druck, unter dem ein Autor einer solch beliebten Reihe zu leiden hat.

Isayama erzählte, dass er eine große Last zu tragen hat, da er die Erwartungen der Fans erfüllen möchte, aber sich auch manchmal dagegen entscheiden muss. Er sagte, dass er häufig müde sei, vor allem deswegen, weil er regelmäßig die Nacht durcharbeitet, um die Deadlines einhalten zu können, und erst um 16 Uhr aufsteht. Das Zeichnen der groben Manga-Entwürfe sei eine besonders schwierige Aufgabe.

Das Produktionsteam der Dokumentation merkte an, dass Isayama während des Zeichnens eines groben Entwurfs oft eine halbe Stunde lang nichts anstarrte, bevor er ein Gähnen ausließ. »Es ist jeden Tag so«, erklärte er. »Meine Sorge, keinen guten Entwurf machen zu können, lässt mich nicht schlafen. Dann werde ich hungrig, also kann ich auch nicht zeichnen. Aber wenn ich dann etwas gegessen habe, werde ich müde und kann wieder nicht zeichnen.«

Der Mangaka wurde in der Sendung oft einfach nur in einem benommenen Zustand liegend auf einem Sofa gezeigt, während er versuchte, der Realität zu entfliehen. Während der Dreharbeiten lächelte Isayama nur ein einziges Mal – als er sich eine kurze Pause gönnte, um »Splatoon« zu spielen.

Als er gefragt wurde, ob es etwas gibt, das er nach »Attack on Titan« zeichnen möchte, antwortete Isayama zögernd: »Ja, aber vielleicht kann ich es nicht mehr zeichnen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich es nicht mehr kann. Ich frage mich, ob ich überhaupt so weitermachen kann.«

Im Rahmen der Dokumentation wurde außerdem bekannt gegeben, dass der Manga nun seinen finalen Arc erreicht hat. Bereits 2014 wollte Isayama die Reihe »innerhalb der nächsten drei Jahre« beenden.

Nachdem Isayama die Zeichnung des letzten Panels fertiggestellt hatte, wurde diese als Großaufnahme gezeigt. Auf dem Bild ist der Text »Du bist frei…« zu lesen.

Ein Bild des letzten Panels findet ihr auf der zweiten Seite des Artikels (SPOILER!).

Kommentare

23 Kommentare und Antworten zu "»Attack on Titan«-Autor Hajime Isayama spricht über die Probleme als Mangaka"

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Kigeki
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Kigeki

Kommt mir mitlerweile so vor als wenn es bei fast allen Mangaka so ist das die sich einfach Kaputt arbeiten

Medusa
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Medusa

Das ist einfach Fakt! Seit Jahren hört man schon davon, wie scheiße es dem Großteil geht. Die Arbeitsverhältnisse in Japan sind unter aller Sau.

GameWave
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GameWave

leider ja :/ Japan ist leider ein sehr Arbeits orientiertes land was schade ist den ansonsten ist Japan in wirklich ALLEM eines der geilsten Länder der Welt 🙂

Robin
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Robin

Das Leben eines Mangaka ist kein Ponyhof.

aybekay
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aybekay

genau wegen der ganzen mühe der mangaka sollte man sie unterstützen indem man ihre werke legal konsumiert anstatt auf piraterie seiten sich die kapitel reinzuziehen. das ist das mindeste was man als fan machen kann !!

Sukram
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Sukram

Volle Zustimmung!

Robin
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Robin

Da stimme ich Dir voll und ganz zu.

Whitebeardyo
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Whitebeardyo

ich gönne es den mangaka, keine frage, aber selbst wenn wir alles legal konsumieren sollten, glaubst du es wird dem mangaka dadurch so viel besser gehen? ich glaube denen wirds trotzdem so gehen wie jetzt auch, außer dass sie vllt mehr verdienen. hier spielen halt mehrere faktoren eine rolle als nur das »legale konsumieren« der werke des autor

Pata
Gast
Pata

Die großverdiener sind dabei nicht die mangaka sondern die fetten leute in ihren bürostühlen, von den verlagen.

Ist nicht das erste mal das sich leute an anderen dumm und dämmlich verdienen.

Momo
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Momo

Es geht hierbei nicht nur um mehr Geld sondern auch um Anerkennung für seine harte arbeit. Ich denke es macht Mangaka glücklich wenn sie erfahren, dass so viele Leute ihre Werke lesen. Letztens habe ich hier auch gelesen in einem Kommentar dass es einem Mangaka egal ist ob ein seine Animeumsetzung gut ist oder nicht was absoluter Bullshit ist. Künstler teilen ihre Werke mit uns weil sie uns glücklich machen wollen und somit werden sie selbst auch glücklicher wenn sie das schaffen. Die Lebensumstände sind natürlich krass und belastend aber ich glaube ohne Anerkennung für das was man tut könnte es zu schlimmen Depressionen führen. Manga die man mag sollte man auf jeden Fall kaufen statt illegal zu konsumieren.

Tuber
Gast
Tuber

Geld gegen Gesundheit?

Also mit illegalem Konsum ist denen mehr Geholfen. Dann ziehen die Reihen sich nicht so^^

Sunny
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Sunny

Klar sollte man legal konsumieren, aber das wird dem Mangaka auch nicht helfen. Selbst wenn er mehr Geld sieht, muss er trotzdem genauso viel arbeiten.

GameWave
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GameWave

Manga kapitel illegal zu lesen verstehe ich aber auch selbst nicht… Zwar akzeptiere ich es solange es noch nicht in DE veröffentlich wurde um selbst auf dem neusten stand zu sein (oder um sich ein bild davon machen zu können ob es einem gefällt) ABER wenn es dann nach DE kommt sollte man es kaufen… alleine schon weil es so extrem billig ist…. ist ja nicht so als wenn plötzlich 10 komplette Bänder instant veröffentlicht werden die alle 10€ kosten… jeder Band kostet ja auch immer unter 8€ und das ist halt echt nichts… Wer sich das nicht kauft ist halt einfach Geizig bis zum geht nicht mehr….

Bei Animes ist das eine andere sache die ich teilweise leider selbst auch tue aber das ist ein anderes thema ^^

Kim
Gast
Kim

Du verstehst es nicht das welche Illegal Mangas auf deutsch lesen, aber akzeptierst es solange man Mangas in einer anderen Sprache Illegal konsumiert.
Das ist in meiner Augen ziemlich heuchlerisch, weil dann könnte ich ja deiner Meinung nach auch Illegal Mangas auf deutsch lesen wenn man im ausland lebt, da diese ja dort nicht verfügbar sind.

Illegal bleibt illegal, sobald man es aus irgendeiner Seite kostenlos ansieht oder Herunterlädt. Solange man ein Produkt was Geld kostet, kostenlos irgendwo im Netzt herholt ist es illegal, egal in welcher Sprache man es sich bezieht.

Sunny
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Sunny

Aber wenn man etwas unbedingt lesen will, es aber noch Jahre dauert (wenn es überhaupt lizensiert wird) bis es in DE verfügbar ist, kann man es gerade noch so »rechtfertigen«

Mana
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Mana

Trägt außerdem zum bekannter werden bei und kann so auch eher dazu früheren das was lizenziert wird. Wird auch gerne vergessen…Genau solche Dinge waren es die viel dazu beigetragen haben dass im Westen allgemein es heutzutage bekannter ist.

Kim
Gast
Kim

Mir ist es persönlich egal ob einer was illegal schaut, soll die Person machen wie er will. Kann nur nicht verstehen das jemand was dagegen hat das man sich z.b. Mangas auf Deutsch irgendwo illegal herholt, aber nichts dagegen hat wenn man es in einer anderen Sprache liest. Weil das ist für mich ein totaler Widerspruch in meinen Augen.

An Sunny
Zum Thema, wenn man unbedingt was will.
Ich zum beispiel kaufe auch oft Animes aus den US und UK Shops, weil der jeweilige Anime nicht bei uns erscheint oder zu lange braucht bis er rauskommt. Zumal die auch sehr preiswert da drüben sind.

Guts
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Guts

Hat er denn keine Assistenten, die ihm unter die Arme greifen? Er kann doch einfach in einem großzügigeren Rhythmus veröffentlichen, in seiner Position sollte er so etwas eigentlich raushandeln können.

Wie sieht es eigentlich mit den japanischen Dokus aus, sind die dort auch gerne mal auf Drama getrimmt wie in Amerika und spiegeln nicht gerade die Realität wieder?

Mana
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Mana

Er sollte wohl erst mal danach sich länger ausruhen und dann besser wenn es wieder losgeht langsamer zeichnen. Wäre wohl für viele Titel gut, gerade die Shonentitel kommen ja in den meisten Fällen viel häufiger raus.

The Fairy
Gast
The Fairy

Die Mangaka haben ja meist auch einen strengen Abgabetermin so das jede Woche oder jeden Monat ein neues Kapitel erscheinen muss.