»One Piece«-Schöpfer stört sich nicht an Sexualisierung seiner Charaktere

Eine der wohl unumstößlichsten Regeln des Internets ist, dass wenn etwas existiert, es dazu auch passende erotische Zeichnungen gibt. Rule 34, wie diese Regel heißt, scheint dabei für Manga- und Anime-Werke noch intensiver zu gelten, da zu fast jedem erdenklichen Werk unzählige Ecchi-Interpretationen existieren. Wie darüber allerdings die ursprünglichen Erfinder der so dargestellten Figuren denken, interessiert dabei meistens kaum jemanden. Würden diese so etwas gutheißen?

Wer durch solche Fragen Gewissensbisse bekommt, kann aber zumindest bei »One Piece« beruhigt aufatmen. Serien-Schöpfer Eiichiro Oda hat sich bei diesem Thema sehr offen gezeigt und seinen Fans sozusagen die Erlaubnis für erotische Vorstellungen zu seinen Charakteren gegeben.

Konkret äußerte er sich im Rahmen einer Frage-und-Antwort-Kolumne in einem »One Piece«-Sammelband. Dort wunderte sich ein Fan, der sich als großer Nami-Fanatiker outete, wie Oda sich dabei fühlt, wenn Leute seine Charaktere so sehr verehren.

In seiner Antwort witzelte Oda erst »Du fühlst dich also schlecht, weil du eine meiner Figuren auf eine erotische Art und Weise betrachtest?«, dann erklärte er allerdings, dass ihn das überhaupt nicht stören würde, egal um welchen Charakter es geht. Sein Mentor hatte ihm nämlich gesagt, dass man sich unprofessionell zeigt, wenn man seinen eigenen Fans eine Predigt hält. Immerhin waren diese Leute so nett, das eigene Werk zu kaufen. Daher stimmt Oda seinem Mentor vollkommen zu, dass man sich dann nicht so moralisierend verhalten darf.

Abschließend sagte Oda: »Genießt mein Werk, wie auch immer ihr es mögt, egal mit was für einer Interpretation oder Fantasie. Solange ihr meinen Manga lest, bin ich glücklich!«

Wie denkt ihr über Odas Aussage?

Quelle: animanch.com

Kommentare

34 Kommentare und Antworten zu "»One Piece«-Schöpfer stört sich nicht an Sexualisierung seiner Charaktere"

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Semih
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Semih

Da ist Oda ganz anders als Maschima. Das ist sehr gut dass Oda ganz offen gezeigt und ehrlich war und wegen Sexualisierung zu den ein Leser und Fan geäußert hat.

Ging Freecss
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Ging Freecss

Oda ist und bleibt der König der anime

paduuul
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paduuul

Wenn, dann »König des Manga« 😉

VoidSeeker
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VoidSeeker

Wohl eher Osamu Tezuka

Dominic Gleichentheil
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Dominic Gleichentheil

Osamu war der Gott der Manga nicht der König

Annika
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Annika

So pervers und freizügig wie dieser Anime an manchen Stellen ist wurdere ich mich über bei so einem Statement nicht wirklich…

Butti
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Butti

Behalten wir die Kirche mal im Dorf… One Piece hat nun echt wenig Ecchi Momente. Vor allem wenn man es mit anderen Werken vergleicht, merkt man, dass OP wenig Ecchi Szenen hat. Und was war an diesem Statement von Oda denn so verwerflich? Raff ich nicht ganz…

Nyan-Kun
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Nyan-Kun

Viel Ecchi ist da zwar nicht, aber so mancher Charakter ist durchaus sehr sexy designet und gezeichnet. Das allein kurbelt schon die Produktion von Rule34 Content mächtig an.

8149
Gast
8149

»Echt wenig Ecchi-Momente« Also seit Amazon Lily und Neue Welt sind’s immer mehr geworden. Wenig kann man relativ zustimmen, aber die wenigen Momente wurden mit der Zeit immer verrückter. Rebecca in Dress Rosa ist so absurd.
Da er weibliche Charaktere schlecht im Gesicht variieren kann (hat er selbst zugegeben), versucht er’s meistens mit der Kleidung und/oder Haarfarbe.
Dass er selbst da scheitert, merkt man im neuesten Kapitel, wo Robin und eine andere neue Figur nicht zu unterscheiden waren und Leser ständig doppelt nachdenken mussten, wer wer ist. Viele Frauen sehen so austauschbar aus.

»Und was war an diesem Statement von Oda denn so verwerflich?« Hat Annika gesagt, dass es verwerflich sei? Nein. Annikas Aussage war, dass Oda selbstverständlich Perversion und Freizügigkeit nicht abgeneigt ist (aufgrund seiner Historie/Affinität). Ob’s ihr gefällt oder nicht, kann man dem Kommentar nicht herauslesen. Ob »Perversion und Freizügigkeit« negativ konnotiert ist, hängt von der persönlichen Meinung ab.
Ob’s irgendwem gefällt oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Seine Aussage ist relativ neutral, und kann man zustimmen.
Mir geht’s bloß auf die Nerven, da er sich schon so eine große Fanbase gemacht hat, die ihn für die Story lieben, und es nicht nötig hat den Rule-34-Selbstläufer noch mehr zu bestärken. Bestärken tut er sie nicht durch Statements sondern durch seine immer verrückteren Zeichnungen.

Trolling-the-Trolls
Gast
Trolling-the-Trolls

»Hat Annika gesagt, dass es verwerflich sei? Nein.«

Nicht direkt gesagt, aber genau das lässt sich sehr wohl herauslesen. Allein die beiden Satzbausteine »bei so einem Statement« oder »pervers« deuten schon auf eine eher negative Meinung zu Odas Aussage hin. Mir würde übrigens kein Beispiel einfallen, in dem das Wort »Perversion« bzw. »pervers« positiv zu werten wäre…

Cookie
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Cookie

»Dieses Steak ist ja schon fast pervers lecker« ? 😀

jochen
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jochen

Hmmm.. freizügig – aber natürlich nur die Frauen!
Das der Rest von den Jungs auch mehr als genug Haut zeigt ist dir vermutlich wieder egal.. sind ja Männer, da zählt das ja nicht.

Man man man.. Kalender sagt 2019, deine Aussage nicht 😐

paduuul
Gast
paduuul

Na, soviel Fanservice wie bei Odas großen Vorbild »Dragonball« bietet »One Piece« aber noch lange nicht!
Bulma stellt dort ja das Sexsymbol schlechthin dar in teilweise mehr als eindeutigen Positionen.
Selbst Chi-Chi als kleines Mädchen kommt in m.M.n. mehr als einfach nur grenzwertigem »luftigen« Outfit daher.

Und von Klein-Goku als Nackedei, der seinen Dödel ja zu allen möglichen Gelegenheiten überall freizügig präsentiert)brauchen wir wohl gar nicht erst zu reden (wenngleich das hier wohl eher weniger als »Fanservice« anzusehen ist).

Larom Letsopa
Gast
Larom Letsopa

Gut so. Braucht also niemand ein schlechtes Gewissen beim Zeichnen seine One-Piece-Hardcore-Hentais haben.

Nyan-Kun
Gast
Nyan-Kun

Selbst wenn Oda was dagegen hätte hätte es die meisten wohl nicht gejuckt wie bereits im Artikel erwähnt wurde. 😉
Es gibt ja zu allem möglichen Rule34 Content. Disney z.B. wäre es auch lieber, wenn es zu ihren Sachen sowas nicht geben würde. Die sind zumindest klug genug das ganze nicht mit irgendeiner Klage an die große Glocke zu hängen und schweigen sich zu diesem Thema aus bzw. drücken da ein Auge zu. Wie auch nahezu jeder andere bekannte Mangaka mit einer bekannten Serie, die entsprechende Hentai Parodien abbekommen haben.

Staarbreeze
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Staarbreeze

Persil-Schein ist übertrieben, er sagt ja nicht das jetzt jeder sofort aus Nami Robin oder sonstwen eine Hentai-Figur machen darf. Er sagt nur, das es ihm nicht stört, wenn manche Menschen seine 2-D Figuren attraktiv finden.

Lorenzo
Gast
Lorenzo

Ehrenmann.

BunnyHunter
Gast
BunnyHunter

Gute einstellung von ihm ich frage mich aber ob er es auch gut findet wenn seine weiblichen Heldinnen in einem Rape Hentai Doujin geschändet werden was es leider von nahezu jeder Heldin eines Animes oder Mangas gibt ich schaue lese gern Hentai Doujin aber sobald ich die tags Rape oder Mindbreak lese klicke ich dieses werk weg das selbe bei Hentai videos gibt zum glück genug ohne diese inhalte .