Inuyashiki Last Hero – Volume 1 | Blu-ray

Achtung: Die Aussagen in dieser Rezension reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht die von Anime2You und seiner Partner.

Das Animationsstudio MAPPA (»In This Corner of the World«, »Punch Line«, »Terror in Tokio«) veröffentlichte 2017 den Anime »Inuyashiki Last Hero«. In Deutschland wurde die Serie von Universum Anime lizenziert und erscheint seit April 2019. Wir durften einen Blick in die Blu-ray-Version des ersten Volumes werfen. Ob uns die neue Anime-Serie von Hiroya Oku (»Gantz«) überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserer Review.

ILH-Banner

Inuyashiki_Last_Hero_Vol_1_BD_Limited_Collectors_Edition_Bluray_4061229094313_3D.300dpi
Jahr:Japan, 2017
Genre:Action, Sci-Fi
Publisher:Universum Anime
Laufzeit:ca. 114 Minuten
FSK:16
Ton:DTS-HD MA 5.1
Sprachen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Episoden:01-05

inuyashiki last hero

Der 58-jährige Ichiro Inuyashiki hat einfach kein Glück im Leben. Seine Frau und Kinder ignorieren und strafen ihn mit Respektlosigkeit und zu allem Überfluss wird bei ihm auch noch Krebs diagnostiziert. Doch dann gerät er im Park überraschend in eine Art Explosion und sein Körper transformiert in eine Maschine mit gewaltigen Kräften, die er fortan für das Gute einsetzen will. Auch der Jugendliche Hiro Shishigami ist in die Explosion geraten, mit ähnlichen Folgen. Er jedoch will nur sich, seine Familie und Freunde schützen. Andere Menschen sind ihm egal und er schreckt auch nicht davor zurück Klassenkammeraden oder Unbekannte zu ermorden. Die auf den Plan gerufene Polizei ist machtlos und so scheint es, dass nur Inuyashiki das Böse zu stoppen vermag …

Die Anime-Adaption von »Inuyashiki Last Hero« basiert auf die gleichnamige Manga-Reihe von Hiroya Oku. Sein Werk erschien von Januar 2014 bis Juli 2017 beim japanischen Verlag Kodansha und wurde mit zehn Bänden abgeschlossen. Hierzulande ist die komplette Reihe in der Print-Fassung sowie als eBook beim Egmont-Verlag erhältlich.

In Japan lief der Anime in der Herbst-Season 2017. Die elf Episoden wurden dabei vom 13. Oktober bis zum 22. Dezember im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Hierzulande zeigte Amazon die Serie im Originalformat mit deutschen und englischen Untertiteln im Simulcast. Der Anime adaptiert den Manga von Kapitel 1 (Band 1) bis zum Ende von Kapitel 85 (Band 10) – die gesamte Manga-Reihe.

deutsche umsetzung

Die deutsche Umsetzung entstand beim Münchner Studio Neue Tonfilm (»Death Parade«). Eva Schaaf (»The Eccentric Family«) war dabei für die Dialogregie sowie das Dialogbuch verantwortlich. Der deutsche Sprechercast lässt sich aus der Synchronkartei entnehmen.

In den beiden Hauptrollen sind Christian Tramitz als Ichirou Inuyashiki und Tim Schwarzmaier als Hiro Shishigami zu hören. Im Anime-Bereich ist Tramitz eher selten unterwegs. Seine letzte Rolle ist aus dem Film »Ponyo: Das große Abenteuer am Meer«. Bekannt ist er für seine Rollen wie Tingeltangel-Bob aus »Die Simpsons« und dem Zukunfts-Ted aus »How I Met Your Mother«. Schwarzmaier hingegen ist öfter in diversen Anime-Serien und -Filmen zu hören. In »Pokémon« leiht er beispielsweise seine Stimme dem Charakter Benny.

Für mich persönlich ist Synchronschauspieler Christian Tramitz das Highlight in der deutschen Version. Da man ihn bei Animes eher selten zu hören bekommt, sorgt er für eine gelungene Abwechslung. Stimmlich passt er optimal auf den Protagonisten der Serie und überzeugt mit einem hervorragenden Schauspiel. Sein Kollege Tim Schwarzmaier braucht sich aber nicht zu verstecken. Er liefert ebenfalls eine ausgezeichnete Arbeit und verkörpert den bösen Hiro optimal.

Der restliche Cast wurde im Großen und Ganzen auch sehr gut besetzt. Anfänglich stieß mir Dylan Ciletti als Takeshi Inuyashiki etwas suboptimal heraus. Im Laufe der Episode konnte ich mich dann doch noch mit der Stimme anfreunden. Nach der Enttäuschung der deutschen Umsetzung von »Devils‘ Line«, liefert Universum Anime mit »Inuyashiki Last Hero« wieder gewohnte Qualität ab.

»Inuyashiki Last Hero« kann neben der deutschen Sprachfassung ebenfalls im Originalton mit deutschen Untertiteln angesehen werden. Die Untertitel von Universum Anime sind bei dieser Serie in weißer Schriftfarbe und haben eine schwarze Umrandung.

bild und animation

Die Anime-Adaption entstand unter der Regie von Keiichi Satou (»Gantz:O«) im japanischen Animationsstudio MAPPA (»In This Corner of the World«, »Punch Line«, »Terror in Tokio«). Naoyuki Onda (»Gantz«) steuerte dabei das Design für die Charaktere bei, während sich Shuuhei Yabuta (»Attack on Titan«) um die CGI-Animationen kümmerte.

Bei Universum Anime erscheint die Serie auf Blu-ray im Format 16:9 mit einer Auflösung von 1080p. »Inuyashiki Last Hero« überzeugt mit einer gelungenen Adaption aus dem Hause MAPPA. Die Bilder sind schön kräftig und vor Gewaltdarstellungen wird nicht zurückgeschreckt. Der Einsatz von CGI harmonisiert optimal mit der Serie und liefert dadurch eine ansehnliche Sci-Fi-Serie.

Regisseur Yabuta, der bereits durch »Attack on Titan« sein Können im CGI-Bereich unter Beweis gestellt hat, leistet bei »Inuyashiki Last Hero« eine ausgezeichnete Arbeit. Seine Mischung aus klassischem Cel-Look und modernen CGI-Animationen harmonisieren optimal miteinander und liefern ein rundes Ergebnis.

soundtrack

Um für die entsprechende musikalische Untermalung innerhalb der Serie zu sorgen, wurde der japanische Komponist Yoshihiro Ike beauftragt. Die Referenzen von Ike umfassen vielerlei verschiedene Genres, für dessen Soundtrack er jeweils bekannt ist. Zu seinen Referenzen zählen beispielsweise »B: The Beginning«, »Ergo Proxy« und »Gantz:O«. Aktuell liefert er zu »Dororo« den Soundtrack. Bei »Inuyashiki Last Hero« hat er ebenfalls für eine optimale Untermalung gesorgt. Die gesamte Serie über wird ein Opening- und Ending-Song verwendet.

Der Opening-Song trägt den Titel »My Hero« und wird von der japanischen Rockband MAN WITH A MISSION gesungen. In dem unteren Video kann der Song angehört werden. Die J-Pop-Band Qaijff steuert mit »Ai wo Oshiete Kureta Kimi e« den Ending-Song zur Serie bei.

review_ksm

fazit

Mit »Inuyashiki Last Hero« erscheint bei Universum Anime der nächste Sci-Fi-Hit aus der Feder von Hiroya Oku, dem Schöpfer von »Gantz«. Die Geschichte dreht sich um den 58-jährigen Ichiro Inuyashiki und dem Schüler Hiro Shishigami, deren Körper nach einer Explosion in eine Maschine mit gewaltigen Kräften transformiert werden. Die Geburtsstunde des größten Feindes der Menschheit und dem Weltenretter beginnt.

Bereits vor Beginn der Ausstrahlung zog »Inuyashiki Last Hero« die Blicke auf sich. Selten gibt es einen älteren – in diesem Fall sogar einen fast 60-Jährigen – Protagonisten. Eine willkommene Abwechslung, die besonders durch das Setting bestens zur Geltung kommt. Zwei sich fremde Menschen begegnen sich im Park und von dort an verändert sich ihr Leben.

Bereits bei »Gantz« schreckte sich Hiroya Oku von Gewaltdarstellungen nicht zurück. Mit »Inuyashiki Last Hero« liefert er kontroverse Szene, die schon bei der japanischen Ausstrahlung für Beschwerden sorgten. Dabei handelt es sich um die zweite Episode der Serie, in der Bösewicht Hiro sich in ein fremdes Haus begibt und alle Familienmitglieder nacheinander umbringt – sogar ein kleines Kind.

»Inuyashiki Last Hero« ist nichts für Zartbesaitete. Die beiden Protagonisten stehen in einem starken Kontrast zueinander. Während der eine wahllos Menschen das Leben nimmt, versucht der andere diesen daran zu hindern. Ein fesselnder Sci-Fi-Anime aus der Feder von Hiroya Oku. Ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem man als Zuschauer gebannt das Geschehen verfolgt.

Wem bereits »Gantz« gefiel, wird auch bei »Inuyashiki Last Hero« auf seine Kosten kommen. Zartbesaitete Gemüter sollten um den Anime eher einen großen Bogen machen.

©Hiroya Oku, KODANSHA/“Inuyashiki“ Partners.
© 2019 Universum Film GmbH. All Rights Reserved.

Inuyashiki Last Hero – Volume 1

44,99 €
Inuyashiki Last Hero – Volume 1
8,4

Handlung

8.0 /10

Konzept

8.0 /10

Deutsche Umsetzung

9.0 /10

Bild und Animation

9.0 /10

Soundtrack

8.0 /10

POSITIV

  • Dramatische Handlung
  • Deutsche Synchronisation
  • Starker Kontrast bei den Protagonisten