Zeitdruck und hohe Kosten belasteten Produktion von »Attack on Titan«

Regisseur Tetsuro Araki und Animationsproduzent Tetsuya Nakatake haben auf die Entstehung der frühen Staffeln von »Attack on Titan« zurückgeblickt und dabei über Zeitdruck und hohe Produktionskosten gesprochen. Wir fassen zusammen.

Storyboards sorgten für Zeitdruck

Auf der Anime Expo 2026 berichteten Araki und Nakatake im Gespräch mit Anime News Network über die Arbeit an den ersten drei »Attack on Titan«-Staffeln von WIT Studio. Araki erklärte, dass die Ausarbeitung seiner Storyboards häufig viel Zeit in Anspruch genommen habe, da er besonderen Wert auf deren Qualität gelegt habe.

Zum Problem sei dies vor allem dann geworden, wenn die Storyboards erst kurz vor dem Sendetermin vorlagen. Nakatake habe in solchen Fällen erheblichen Aufwand betreiben müssen, um die jeweilige Episode noch rechtzeitig fertigstellen zu lassen.

Insbesondere während der ersten Staffel habe es dem Produzenten zufolge immer wieder Phasen gegeben, in denen nicht sicher gewesen sei, ob die Produktion einzelner Episoden pünktlich abgeschlossen werden könnte.

Wie hoch die Belastung zeitweise war, schilderte Nakatake am Beispiel von Assistant Director Hiroyuki Tanaka. Dieser sei während der Fertigstellung von Episode 24 aufgrund von Erschöpfung mit einem Krankenwagen abtransportiert worden. Danach sei dem Team klar gewesen, dass sich etwas ändern müsse.

Attack on Titan

Zweite Staffel kostete zu viel Geld

Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel wurde die Produktionsstruktur für die Fortsetzung überarbeitet. George Wada, Mitgründer und damaliger Präsident von WIT Studio, half laut Nakatake dabei, einen neuen Ausstrahlungszeitraum auszuhandeln. Gleichzeitig wurden das Team und die internen Produktionsabläufe neu organisiert.

Die zweite Staffel sei laut Araki deutlich stabiler produziert worden, ohne bei der Qualität nachzulassen. Allerdings seien die Kosten entsprechend hoch gewesen. Nakatake räumte ein, zu viel Geld ausgegeben und schon damals mit späteren Folgen gerechnet zu haben. Eine konkrete Summe nannte er nicht.

Trotz der Schwierigkeiten sieht Araki die hohen Ambitionen als einen wichtigen Bestandteil des Erfolgs von »Attack on Titan«. Insbesondere die Verbindung aus dramatischen Szenen und aufwendigen Actionsequenzen mit der 3D-Manöver-Ausrüstung habe den visuellen Stil geprägt. An dessen Entwicklung waren unter anderem 3D-Regisseur Shuhei Yabuta und Animator Arifumi Imai beteiligt.

Araki erklärte, dass »Attack on Titan« im Jahr 2013 gezeigt habe, welche Qualität bei einer TV-Anime-Produktion möglich sei. Das fertige Werk bezeichnete er als etwas Außergewöhnliches und schloss ausdrücklich auch MAPPA und Regisseur Yuichiro Hayashi ein, die nach dem Studiowechsel die Anime-Adaption vollendeten.

Dass die Produktion von »Attack on Titan« für WIT Studio nicht ohne Nachwirkungen blieb, zeigte sich auch in den folgenden Jahren: Erst vor wenigen Wochen berichteten wir darüber, dass das Unternehmen nach dem Ausstieg aus der Reihe zeitweise sogar in existenzielle Schwierigkeiten geriet.

Jetzt bestellen:

Attack on Titan tl2

Via ANN
©Hajime Isayama, KODANSHA/»ATTACK ON TITAN« The Final Season Production Committee.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Mehr dazu.

Artikel teilen

Newsticker

Weitere Themen

Diskutiere mit!

guest
0 Kommentare
Bewertung
Neueste Älteste