Der Streaming-Dienst Netflix setzt bei der Herstellung von Filmen und Serien verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI). Nun hat das Unternehmen konkrete Zahlen zu ihrer bisherigen Verwendung genannt. Wir fassen nachfolgend zusammen.
KI bei rund 300 Netflix-Titeln eingesetzt
Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, kam KI nach Angaben von Netflix bereits bei etwa 300 Titeln zum Einsatz. Die Zahl wurde von Lee Sung-gyun, dem leitenden Produktionsdirektor für den asiatisch-pazifischen Raum, im Rahmen des Busan International Film Festivals in Südkorea genannt.
Demnach werde die Technologie unter anderem für die Vorvisualisierung von Szenen, die Gestaltung von Kulissen, den Schnitt und visuelle Effekte genutzt.
Zur Veranschaulichung zeigte Netflix Material aus der indischen Produktion »Glory«, bei der mithilfe entsprechender KI-Werkzeuge und computergenerierter Effekte große Menschenmengen dargestellt wurden. Ohne diese Unterstützung hätten die Szenen aus Kosten- und Zeitgründen gestrichen werden müssen.

Menschliche Kreativität bleibt entscheidend
Auch der südkoreanische Regisseur Kang Yoon-sung, bekannt durch »The Outlaws«, berichtete über seine Erfahrungen. Bei seinem kommenden Film »The Gulf of Aden« habe sich durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz eine Budgeteinsparung von ungefähr 40 % ergeben. Neben geringeren Ausgaben für visuelle Effekte könnten dadurch auch die Dreharbeiten vereinfacht und die Herstellungszeit verkürzt werden.
Trotz der wirtschaftlichen Vorteile äußerten die Beteiligten auch ihre Bedenken. Kang erklärte, dass durch KI-gestützte Arbeitsabläufe der kreative Austausch zwischen den Filmschaffenden verloren gehen könne. Laut ihm seien technisch hochwertige Bilder nicht automatisch dazu geeignet, beim Publikum Emotionen hervorzurufen.
Lee betonte ebenfalls, dass menschliche Kreativität weiterhin unverzichtbar sei. Viele Produktionsschritte ließen sich durch moderne Hilfsmittel zwar erleichtern, allerdings brauche es für die emotionale Wirkung einer Geschichte nach wie vor Menschen.
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Via Variety
© Hiro Yuki, Kyoto Animation/Sparks of Tomorrow Production Committee
Naja, typisches PR-Gelaber, kann diesen Mist auch nicht mehr lesen. Da, wo KI zum Einsatz kommt, muss kein Mensch mehr ran, ergo geringere Lohnkosten und fertig. Würde mich freuen, wenn man Netflix und Co. dazu verpflichtet, KI-unterstützte Inhalte zu kennzeichnen, und grob in % der Anteil der Arbeit an die KI geht. Als Konsument möchte ich selbst entscheiden, ob ich KI-gestützte Inhalte unterstütze oder nicht.
Man hätte sich ja auch das Geld für die KI sparen können und es für menschliche Arbeitskräfte ausgeben können. Und dann hätte man denen einfach die Zeit gegeben, die sie brauchen.