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Nach EuGH-Urteil: Vodafone muss große illegale Streaming-Seite sperren

Im letzten Jahr hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein Urteil gefällt, nach dem Provider dazu verpflichtet werden können, den Zugang zu Webseiten mit illegalen Inhalten zu sperren (wir berichteten). Während der ursprüngliche Fall seinen Ursprung in den Niederlanden hatte, hat das Urteil nun auch in Deutschland Wirkung gezeigt.

Der Filmverleiher Constantin Film hat vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung erzielt, die den Internetanbieter Vodafone Kabel Deutschland dazu zwingt, das illegale Streaming-Portal »kinox.to« für seine Kunden zu sperren.

Besitzer eines Vodafone-Anschlusses, die diese Webseite nun besuchen wollen, werden derzeit nur auf eine von Vodafone betriebene Seite weitergeleitet. Hier steht der Hinweis, dass die Webseite »aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruches vorläufig nicht verfügbar ist«. Da diese Sperre aber Teil eines laufenden Verfahrens ist, wollte Vodafone sich nicht weiter dazu äußern.

Gegenüber dem Computermagazin CHIP hat sich auch Medienrechtsanwalt Christian Solmecke zu dem Fall geäußert. In seinen Augen könnten solche Sperren größerer illegaler Streaming-Webseiten nun häufiger auftreten, insbesondere wenn es für die Behörden nicht möglich ist, die Webseiten abzuschalten. Auch betonte er, dass nach dem Urteil des EuGH aus dem letzten Jahr der »Abruf der Streams eine Rechtsverletzung darstellen könnte«, auch wenn er nicht mit Massenabmahnungen rechnet.

Weiterhin hält Solmecke fest, dass die Rechtsmittel bei dieser Sperrung noch nicht ausgeschöpft sind und sich ein entsprechendes Verfahren über mehrere Jahre hinweg strecken könnte, ehe es zu einem Urteil kommt. Aber: »Die Urteile des Bundesgerichtshofes aus 2015 und des Europäischen Gerichtshofes aus 2014 sprechen eher für die Filmindustrie.«

Quelle: Golem, CHIP

46 Kommentare

  1. Finde ich einerseits gut, da die Betreiber der Seite Millionen verdienen, mit geklautem Inhalt – andererseits aber auch wieder dämlich, weil es nun auch in Deutschland mit Netzsperren und Zensur beginnt.

    Dazu sollte gesagt sein, es ist nur eine einfache DNS Sperre. Einfach zu umgehen – wird aber wohl 90% der Leute die dort täglich waren abhalten wieder dort hin zu kommen.

    • was hat das sperren von ILLEGALEN seiten mit zensur zu tun? o.O

      • Du verstehst das Problem nicht. Es geht mir mit der Aussage nicht um den Inhalt, ob legal oder illegal.

        Hier wird eine »auf Anfrage Sperren« Infrastruktur legitimiert. Und die trifft bald mehr als nur diese dämliche Kinox-Seite.

        • Genau soi sehe ich das auch! Ich benutze gar keine Illigalen Seiten (ist bei dem legalen Angebot ja nicht mehr notwendig), aber ich hab Angst, das dass ausartet…

        • es geht hier nur um illegale inhalte und um nichts anderes. das ihr da jetzt rein interpretiert das euer internetanbieter euch legela seiten sperren kann ist realitätsfern und weit her geholt. so etwas würde gerichtlich gar nicht durch kommen. und noch einmal das sperren von illegalen inhalten hat nichts aber auch rein gar nichts mit zensur zu tun.

          • Das ist in keinster Weise realitätsfern. Schau dir das Recht auf vergessen an. Suchmaschinenbetreiber müssen Treffer auf legale Seiten herausfiltern. Das ist auch eine Art der Zensur.

            Du solltest Mal deine rosarote Brille absetzen.

          • Das ist keine Zensur sondern ein Schutz der Persönlichkeitsrechte. Du bringst Sachen in Verbindung die nichts miteinander zu tun haben.
            Nochmal: Internetprovider sind nicht befugt legale Seiten für dich zu Sperren. Hier geht es lediglich um Inghalte die mit Urheberrechtsverletzungen zu tun haben und folglich illegal sind, somit ist das vollkommen legitim. Du riechst eine Verschwärung wo keine ist und keine sein wird. Das ist schon kein vergleich mehr zwischen Äpfel und Birnen sondern zwischen Äpfel und Schraubenmuttern.
            Das hat auch nichts mit Rosaroter Brille zu tun, ich scheine juristisch einfach mehr Ahnung zu haben als du

          • Der Schein ist oft trübe. Wein aber bitte nicht wenn in Zukunft Netzsperren an der Tagesordnung stehen. Gesetze kann man hier in Deutschland nämlich kaufen, siehe Axel Springer.

            Verschlüsselte Chats sind in nicht allzu ferner Zukunft auch verboten, mit einem vorgeschobenen Grund der Terrorbekämpfung.

          • Einige Leute hier sind auch übertrieben paranoid… na, wenn es euch spaß macht…

          • man merkt dass du keine ahnung vom deutschen recht hast. netzsperren wird es nie geben wenn es sich um legale inhalte handelt. das wiederspricht sich schon alleine mit dem grund gesetz und das gesetz kann nicht geändert werden. ich hoffe du bist ein troll, solch eine paraneuer kann doch nicht ernst gemeint sein

          • Du, mein dummer Freund, solltest in erster Linie an Deiner Rechtschreibung und Grammatik arbeiten, kann man sich doch gar nicht geben… Lies Dir deinen geschriebenen Unsinn noch Mal durch, wenn Du Volljährig bist. :^)

          • @Alexandre L.
            Die Rechtschreibkeule rausholen macht deine Aussagen nicht besser als seine, zumal du, genau genommen, nicht einmal eine Aussage zum Thema getätigt hast.
            Lass es dir gesagt sein: jemanden zu erniedrigen, ist gar nicht cool sondern arm und zeugt von elitärer Einstellung.

            Ps: deine Groß- und Kleinschreibung würde einem Deutsch-Lehrer die Nackenhaare zu Berge stehen lassen…

  2. Kann immer noch drauf durch proxy also Zimlich Sinnlos Vodafone

  3. Möge der Witchhunt beginnen… 😂

    Achja, Vodafone macht es schon richtig aber man kann eben so eine Sperre einfach umgehen. Dazu muss man nicht mal wirklich viel Wissen in diesem Bereich besitzen. Das kann man sogar nachgooglen.

    Für Vodafone hat es keine Konsequenzen mehr, für die Kunden aber auch nicht eben wegen einem DNS-Umgang. Wird also wohl nicht viel bewirken, da müsste man eigentlich schon die Seiten selbst abdrehen.

  4. »Weiterhin hält Solmecke fest, dass die Rechtsmittel bei dieser Sperrung noch nicht ausgeschöpft sind und sich ein entsprechendes Verfahren über mehrere Jahre hinweg strecken könnte, ehe es zu einem Urteil kommt.«

    nach einem mehrjährigen verfahren müssen dann alle anbieter kinox.to sperren, 2 tage später kommt kinoks.to zum vorschein, was dann wieder zu einem 2 jährigen verfahren führt, worauf hin kinokx.to erscheint xD

    • Eben. Da sind ja nicht nur die Autoritäten aktiv bei der Sache sondern auch die Betreiber dieser Seiten. Bis so ein Verfahren dann endgültig durch ist haben die Seiten schon wieder den Plan B in der Hinterhand.

    • War damals mit kino.to auch so. Ich erinnere mich noch als es damals einen großen Rummel um die Schließung von kino.to gab. Dauerte nicht lange bis es dann gefühlt 10 neue Alternativen gab, wobei kinox.to als eine der neuen Alternativseiten quasi eine 1-zu-1 Kopie von kino.to wurde.

      Diese Schließungen und Sperrungen hatten noch nie etwas gebracht. Wer wirklich illegal was gucken will findet seinen Weg es auch zu machen.

  5. Ich verstehs irwie nich, die Seite is doch seit 6-7 Jahren kein Thema mehr…

  6. Diese »Sperre« ist ja eh ein Witz, da Vodafone hier nur die DNS Auflösung verhindert. Benutzt man hingegen einen öffentlichen DNS Server z.B. 8.8.8.8 von Google kann man auch ohne VPN etc. als Vodafone Kunde die Seite aufrufen. Denn wie gesagt, Vodafone löst nur den Namen nicht mehr auf, aber die IP dahinter ist nicht gesperrt.

  7. Mach ich was falsch? xD
    Angeblich soll man doch auf eine Website weiter geleitet werden wo geschrieben steht, dass die Seite »aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruches vorläufig nicht verfügbar ist«…

    Hab das mal schnell ausprobiert aber bei mir kommt nur der Hinweis;
    Fehler: Server nicht gefunden

    Ich werde nicht wietergeleitet… Ich bekomme also weder Kinox, noch die Seite von Vodafone angezeigt xD

  8. Ist halt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, da: nur bei Vodafone gesperrt und eben auch nur die eine Seite. Wer illegal schauen will, sucht sich eine andere Seite, gibt halt genug davon.
    Die Sperre ist definitiv berechtigt, aber sie ändert eher wenig.

  9. Ziemlich fragwürdig, dass Constantin Film »nur« Vodafon verklagt hat. Ich weiss nicht worum es im Gerichtsverfahren genau ging, aber »einen« von »vielen« Internetprovidern ans Bein pinkeln, hilft auch nicht bei der Bekämpfung von Internet-Piraterie.

    • Das ist leicht zu erklären: Einen Provider zu verklagen ist günstiger als alle zu verklagen. Man schaut erst einmal ob es was bringt und wenn es klappt kommen die anderen dran. Wenn diese dann sehen, dass Vodafone deswegen verklagt wurde und CF dabei Recht bekommen hat und Vodafone die Gerichtskosten tragen muss, dann lenken die anderen Provider evtl direkt ein ohne eine Klage da sie kb auf lange Prozesse und die daraus resultierenden kosten haben. Für CF hat es den vorteil, dass sie falls die den Prozess verlieren sollten (was ich nicht glaube) nicht für 1000 Verfahren zahlen müssen

    • Nichts anderes ist doch beim VW-Dieselgate passiert!
      Ein Hersteller wurde verklagt und die anderen haben sofort versucht ihre offensichtlichen Probleme in Ordnung zu bringen, um nicht auch noch verklagt zu werden!

      Das ist, wie bei einer Lawine, nur der erste Stein des Anstoßes und dann rollt alles von alleine…

    • Das liegt daran, das Vodafon den größten Netzanschluss in Deutschland hat und dadurch die größte reichweite bzw, Fläche.

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