Japan: Verschärfung des Urheberrechts in Kraft getreten

Das Urheberrecht wurde in diesem Jahr in Japan deutlich verschärft. Ab sofort wird es möglich sein, dass auch ohne Beschwerde eines Copyright-Inhabers gegen Copyright-Verstöße vorgegangen wird. Zudem wurde die Laufzeit des Urheberrechts verlängert. Während Werke vorher 50 Jahre nach Tod des Autors gemeinfrei wurden, beträgt die Zeitspanne nun 70 Jahre.

Die Verschärfung des Urheberrechts kam durch das In­kraft­tre­ten der »Trans Pacific Partnership«, kurz TPP, einem Abkommen zwischen elf Ländern wie beispielsweise Japan, Kanada, Australien und Singapur, zustande. Dieses Abkommen hat das Ziel, die Handelsbeziehungen untereinander zu verstärken, wodurch auch teilweise eine Angleichung der rechtlichen Rahmenbedingungen notwendig war.

In Japan hatte sich vor allem im Manga-Bereich ein starker Widerstand gegen diese Vereinbarung gebildet. Künstler hatten befürchtet, dass durch die neuen Copyright-Regelungen Doujinshi illegal werden könnten. So hatte Ken Akamatsu, Autor der Manga-Reihen »Love Hina« und »UQ Holder!«, Sorgen geäußert. »Stärkere Regulierung könnte der ganzen Manga-Industrie den Antrieb nehmen«, war seine Befürchtung.

Allerdings wurde hier ein Kompromiss gefunden, mit dem sich auch Akamatsu zufrieden gezeigt hat. Für zeitlich limitierte Events, wie beispielsweise die Comiket, wird weiterhin eine Beschwerde eines Copyright-Inhabers nötig sein, bevor gegen Werke vorgegangen wird. Über die anlässlich dessen gegründete »Doujin Mark«-Initiative könnten Copyright-Inhaber zudem offiziell anzeigen, dass sie Doujinshi, die auf ihren Werken basieren, unterstützen.

Was hingegen schwieriger werden könnte, ist der Weiterverkauf von Doujinshi abseits von bestimmten Events. So hatte der populäre Doujinshi-Händler MelonBooks Werke zu »SSSS.Gridman« vorsorglich komplett aus dem Sortiment genommen. Zuvor hatten die Copyright-Inhaber Richtlinien veröffentlicht, in denen sie kommerzielle Doujin-Aktivitäten untersagten (wir berichteten).

Quelle: ANN

Kommentare

4 Kommentare und Antworten zu "Japan: Verschärfung des Urheberrechts in Kraft getreten"

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Touhou
Gast
Touhou

Ganz ehrlich, warum sollte man alte Doujins kaufen, wenn diese eh meistens schnell auf frei zugänglichen Seiten anschaubar sind.

Kigeki
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Kigeki

Na, gibt immer Leute die es unterstützen wollen statt zu klauen? Das selbe wie bei Manga und Anime. Nur das es den Leuten bei Doujins noch egaler ist als bei z.B. Anime. Gibt aber trotzdem ein paar Leute die dafür Geld investieren würden

BunnyHunter
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BunnyHunter

Also die Doujins die mich interesieren ( Hentai ) 🙂 gibts zuhauf auf diversen seiten kostenlos zum anschauen und downloaden ich glaub kaum das Hentai Doujins je ein offiizeles ok vom rechteinhaber bekommen wenn ich da allein an SAO denke was es da alles gibt da sieht man was Asuna und Kirito so alles im schlafzimmer machen ( treiben ) 🙂 ich kann mir nicht vorstellen das da ein ok vom rechteinhaber vorliegt .

Jack
Gast
Jack

Also wenden die nun auch das Micky Maus Schutzgesetz an. 😀