»The Promised Neverland«: PETA vergleicht Anime mit Massentierhaltung

Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler zum Storyverlauf von »The Promised Neverland«.

Bereits seit einiger Zeit wird der Anime »The Promised Neverland« im japanischen Fernsehen und hierzulande bei WAKANIM gezeigt. Mittlerweile erfreut sich die Serie einer großen Beliebtheit, die allerdings auch nicht an der Tierschutzorganisation PETA vorbeiging.

In einem Artikel auf ihrer eigenen Webseite hat sich die Organisation nun zu der Serie geäußert und Vergleiche mit der Fleisch- und Milchindustrie gezogen.

Laut PETA weißt die Geschichte von »The Promised Neverland« einige furchterregende Parallelen zur Verwendung von Tieren in der Fleisch- und Milchindustrie auf. Dies begründetet die Tierschutzorganisation damit, dass die Kinder in der Serie wie Tiere, die auf Farmen aufgezogen werden, gefangen gehalten werden.

In der Serie verraten laut PETA die Erwachsenen die Kinder und sehen diese eher als Geldmaschine und weniger als Lebewesen an – wie es auch die Landwirte mit ihren Tiere handhaben sollen. Dabei vergleicht PETA die tätowierten Identifikationsnummern der Kinder, die ihnen ihre jeweilige Individualität rauben sollen, mit der Kennzeichnung in der Massentierhaltung. Somit sollen die Kinder mit den Tieren auf eine Stufe gesetzt und nur noch als Produkte angesehen werden.

Auch das vorerst glückliche Leben der Kinder des »Grace Field House« wird mit den glücklichen Tieren aus den Werbespots vergleichen. Als Grund hierfür führt PETA den Punkt auf, dass der Charakter Conny angeblich adoptiert wird und den Hof verlässt, wobei sie letzten Endes getötet wird. Beide Parteien müssen laut der Tierschutzorganisation zusehen, wie ihre Familienmitglieder und Freunde getötet werden, bevor sie selbst geschlachtet werden.

Eine weitere beängstigende Ähnlichkeit sei die Überwachung der Kinder durch Ortungsgeräte, die ihnen im Ohr implantiert wurden. Zwar werden Tiere auf Farmen nicht elektronisch überwacht, jedoch können diese mit Identifikationsetiketten an den Ohren verfolgt werden.

Im Laufe der Serie erfährt man, dass die Kinder bereits im Alter von sechs Jahren anhand ihrer Testergebnisse als »normales« Fleisch angesehen und den Monstern ausgeliefert werden. Das maximale Alter der Kinder beträgt 12 Jahre, da das Gehirn in diesem Stadium am exquisitesten sein soll. Laut der PETA werden auch Tiere, wie beispielsweise Schweine, bereits in jungen Jahren geschlachtet. »Für die Tiere sind wir die Monster, die Babys für Fleisch töten«, hieß es abschließend.

»The Promised Neverland« wird seit dem 10. Januar im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Hierzulande zeigt WAKANIM die Serie im Originalton mit deutschen Untertiteln im Simulcast. Der Manga ist bei Carlsen erhältlich.

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Trailer zum Anime:

Handlung:
Emma, Norman und Ray leben wohlbehütet im Waisenhaus »Grace Field House«. Umgeben von ihren Brüdern und Schwestern, haben sie sich unter der zärtlichen Fürsorge von »Mutter«, ihrer Betreuerin, prächtig entwickelt. Eines Nachts jedoch erfahren sie die schreckliche Wahrheit hinter ihrem idyllischen Leben und nichts sollte mehr so sein wie zuvor! Sie müssen nun fliehen … oder sterben!

Quelle: PETA

Kommentare

13 Kommentare und Antworten zu "»The Promised Neverland«: PETA vergleicht Anime mit Massentierhaltung"

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Hartbro
Gast
Hartbro

Das ist doch quasi der Sinn der Handlung, wird zB im Manga auch mehrmals direkt so gesagt! Peta hat wohl noch nicht ihre wöchentliche Dosis Aufmerksamkeit erhalten…

Mana
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Mana

Für wichtige Themen kann man nie genug kriegen, außerdem ist die News von anderen Stellen her ansich schon älter. Das ganze wurde ja auch von einem Fan selbst geschrieben.

Centyona
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Centyona

Schön das die PETA das erkannt hat Auch ein Blinder wäre zu diesem Entschluss gekommen. Die haben wohl n Animefan bei ihnen der sich das alles angesehen hat. 🤔

Tuber
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Tuber

Kenne die Serie nicht, aber das scheint mir kein Zufall zu sein^^

Anon
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Anon

Das soll ja auch so sein!! Das ist der Sinn hinter der Story.

Mkay
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Mkay

*slowclap* Als ob das nicht die Intention dahinter war …

Noxes
Gast
Noxes

Nein, die Story um die Hauptcharaktere ist keine über Massentierhaltung sondern ist eher mit Bio-Haltung vergleichbar. Die Massentierhaltung kommt erst später. Das ist wichtig, weil mehrmals hinterfragt wird, ob die Cattle Children nicht doch ein schönes Leben haben. Der Manga beschäftigt sich aus meiner Sicht auch eher mit der Frage, wie weit man für das eigene Überleben gehen muss und ob Moral dabei eine wichtige Rolle spielt. Tierhaltung ist da nur eine Punkt von vielen.

BunnyHunter
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BunnyHunter

Die serie prangert ja solche zustände an was auch gut ist das allerdings peta jetzt einen anime benuzt um auf solche misstände aufmerksam zu machen wundert mich etwas .

Kenju's Mana
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Kenju's Mana

Sehr gut erkannt Peta ^^
Da kann man ruhig mal klatschen