Manga-Piraterie: Japanische Verlage reichen Klage in den USA ein

Mehrere japanische Nachrichtenseiten berichteten vor Kurzem darüber, dass die japanischen Verlage Shueisha, Kodansha, Kadokawa und Shogakukan am 4. September gemeinsam eine Klage beim New Yorker Bezirksgericht Süd gegen die unbekannten Betreiber der Webseite »Hoshi no Romi« sowie von drei weiteren Seiten eingereicht haben, da diese unter dem Verdacht der Manga-Piraterie stehen.

Webseiten sollen Nachfolger von Mangamura sein

Die Kläger behaupten, dass die in den Vereinigten Staaten gehosteten Webseiten über 93.000 gescannte Manga-Bände illegal zur Verfügung stellen und Nachfolger der geschlossenen illegalen Webseite Mangamura sind. Der Name »Hoshi no Romi« ist dabei eine Anspielung auf den Namen eines Administrators von Mangamura, Romi Hoshino.

Die Verlage verlangen Schadenersatz und die Schließung der Webseiten, da diese das Urheberrecht verletzten und Gewinne damit erzielen wollen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind alle vier Webseiten nicht erreichbar.

Bereits im letzten Jahr wurde Mangamura, eine der ehemals größten illegalen Manga-Webseiten, durch Einsatz der japanischen Verlage geschlossen. Im Juli dieses Jahres wurden auch einige der Betreiber ausfindig gemacht und daraufhin festgenommen (wir berichteten).

Quelle: ANN
© 1997 by Eiichiro Oda/SHUEISHA Inc.

Kommentare

15 Kommentare und Antworten zu "Manga-Piraterie: Japanische Verlage reichen Klage in den USA ein"

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aybekay
Gast

So was hört man doch gerne 🙂

Momo
Gast

Und es gibt immer noch Leute die behaupten. »AbEr FüR VeRlAgE iSt DaS dOcH kOsTeNlOsE wErBuNg uNd WiRd DeSwEgEn GeDuLdEt Um DiE wErKe BeKaNnTeR zU mAcHeN«

Luna
Gast

Ist auch so, durch Piraterie wird das Produkt bekannter.
Bringt aber natürlich nichts, wenn die Konsumenten es dann nicht legal irgendwo kaufen, obwohl es ihnen gefallen hat.

Natsu90
Gast

Wenn ich etwas sagen dürfte dazu: wenn ich vor etwa zehn Jahren einen Manga oder einen Anime schauen/lesen wollte, blieb mir keine andere Wahl als diesen illegal zu schauen. Das hatte zwei Gründe: erstens die Animes die ich gut fand hatten sowieso keine Chance nach Deutschland zu kommen weil der Markt war damals ziemlich am Ende. Einige werden sich daran erinnern das große Publisher sterben… zweitens ehrlich gesagt hatte ich als Schüler nicht das Geld mir die Animes auf DVDs zu kaufen. Das ist dass achwierige die Hauptzielgruppe sind eben Schüler und Studenten und Erwachsene aber die kommen am Schluss.🙂

Bei Mangas was eben etwas anders.
Mangas hatte ich mir eigentlich immer schon legal gekauft, und wenn die Serie noch nicht auf Deutsch verfügbar war habe ich sie eben auf Englisch gelesen.Eben auch auf illegalen Plattformen. Weil man eben keine andere Möglichkeit hatte. Aber im Endeffekt ist es auch wieder eine Frage des Geldes gewesen.Und sind wir mal ehrlich viele Schüler oder Studenten haben nicht das Geld sich eine riesen Manga Sammlung anzuschaffen oder sich viele Animes auf DVDs oder Blu-rays zu kaufen. Heute sieht es anders aus heute kaufe ich mir die Sachen die ich haben will weil ich das nötige Geld habe. Aber heute sieht es auch wieder anders aus es gibt viel mehr legale Wege sich Dinge anzusehen oder durchzulesen also spreche ich nicht für die jetzige Situation. Man soll nur mal für die Leute Verständnis haben die sowas mal in ihrem Leben gemacht haben oder immer noch machen aber sich die Sachen dann im Endeffekt legal kaufen und zu legen und nicht verteufeln.

Zero
Gast

Doch einfach drauf verzichten, wie wäre es damit?

Wen es das hier nicht gibt, dann habt man eben Pech, ganz einfach.

Natsu90
Gast

@ Zero: ich finde deine Aussage ist ziemlich unfair. Wenn ich nach deiner Meinung vor 10-15 Jahren auf gut Glück gewartet hatte dass mal ein Anime oder Manga vielleicht mal in vielen Jahren hier nach De.kommt hätte ich auch ganz mit meinen Hobby aufhören soll/müssen…. heißt ja auch im Umkehrschluss dass jeder der sich damals Fansub angeschaut hat oder produziert haben kriminell sind( ja in gewisser Weise waren sie es auch) aber ohne diese Leute oder ohne die Zuschauer wie ich damals wäre die Szene komplett den Bach runter gegangen. Manche Vergessen halt was diese Leute eigentlich für uns alle geleistet haben, sie haben Werbung gemacht die Szene am laufen erhalten und so weiter und so weiter. Chrunyroll und co gäb es heute gar nicht ohne diese Leute… und auch heute machen eigentlich illegale Seiten auch immer noch Werbung für Anime und Manga auch wenn die offiziellen Firmen dadurch Geld verlieren. Was sie ja auf ner anderen Seite auch wieder rein bekommen wenn der Fan sich dann das Originalwerk offiziell kauft am Ende.

Momo
Gast

Das konsumieren sehe ich ehrlich gesagt nicht so drastisch, weil es im Grunde jeder von uns schon mal gemacht hat und jeder auch seine unterschiedlichen Gründe dafür hat. Dadurch wird man nicht automatisch zu einem schlechten Menschen. Bedenklicher finde ich da eher die Schönrederei dass es doch etwas Gutes sei und einen positiven Effekt hat obwohl man genau weiss, dass man sich eine Leistung erschleicht. Ob man einen Manga den man illegal gelesen hat nochmal auf deutsch lesen würde wage ich in vielen Fällen auch zu bezweifeln. Es gibt einige die das machen aber ich denke der Großteil springt einfach zum nächsten Titel rüber statt jemals einen Cent in das Werk zu investieren.

JALUOSWA
Gast

Es ist ja nicht so, dass EU Parlament nach meinem Wissen extra eine Studie zu Piraterie blockiert haben, die besagt, jegliche Form, nach meinem Wissen, der Piraterie bringt am Ende Geld ein, unter anderem, weil es bekannter wird und Leute darüber sprechen, die sonst gar nicht gekauft hätten und es entsprechend kaufen tut und/oder andere weiterempfielt.

Nicht zu vergessen, dass oftmals diese gar nicht auf Englisch verfügbar sind. Warum möchte man sich dann über »verlorene« Gewinne beschweren?

Außerdem darf man nicht eines vergessen: Auch manche Kundschaft kann gar nicht bezahlen, wächst aber auf zu einer zahlenden Kundschaft (manche lernen Japanisch und sind nicht mehr Jugendlich, manche kaufen die englische Quelle.)

Sie machen sich hiermit nur selbst schaden. Nicht nur indirekt (potenzielle Kundschaft) sondern auch direkt (Anwaltkosten, etc.) –> und die nächste Seite in neuer Betriebnahme nachdem die eine Weg ist, ist nicht weit weg.

xertdiv
Gast

Keine Ahnung ob das pauschal belegbar ist (die Datenmenge für alle Piraterie gesamt ist wohl zu groß).
Aber genauso kann niemand die Schäden genau beziffern.
Außerdem (ich weiß der Vergleich hinkt aber trotzdem) wird in Deutschland gerade ein Algorithmus getestet um Kinderpornografie aus beschlagnahmten Daten herauszufinden, da niemand die mehr als 2000 TB Daten (nur Deutschland) »sichten« kann.
Warum der »Vergleich« mit dem ekelhaften Zeug: Ganz einfach, wenn man es nicht schafft das zu Unterbinden (und ich hoffe doch sehr das Manga und Anime in Deutschland mehr »Fans« hat als dieser Dreck) dann wird man das andere auch nicht gestoppt kriegen.
Abgesehen natürlich von der ganz anderen Qualität der Straftat.

Kira
Gast

Ich weiß nicht, ob du es noch lustig fändest, wenn du als Unternehmen zehn Jahre auf einen möglichen Teil von Leuten warten musst, die früher deine Produkte illegal gezogen haben und dich jetzt finanzieren. Würde das jeder machen, wären sämtliche Verlage längst pleite… Piraterie ist und bleibt eine Straftat, bei der man sich unrechtmäßig Zugang zu einer Sache verschafft, für die man nicht bezahlt hat. Da gibt es keine Möglichkeit, das zu rechtfertigen.

japanischer Glotzfrosch
Gast

Also wenn die illegalen Seiten verschwinden, aber mit Seiten die Serien legal anbieten, wie es Mangaplus zum Beispiel macht, dann würde mich das freuen.
Denn dann hat man eine legale variante neue und is her nicht so bekannte Serien lesen zu können, ohne den hintergedanken jemanden damit in gewisser weise zu schaden.

Bastian Thommesen
Gast

Manga Plus is erstens ganz neu und zweitens nicht mal in allen ländern verfüg bar

Andreas
Gast

Fairy tail hat auf deutsch andere namen, und in der Regel kommen deutsche Übersetzungen erst sehr spät, es ist das gleiche wie bei illegalen streams, uncut naruto ist trotzdem dialog zensiert, sollen die werten verläge eine Alternative zu den illegalen seiten anbieten, zb wrekly shonen jump oder so bei uns verkaufen, oder am besten selbst online mangas anbieten für eine angemessene summe im Monat, bei legalen streams muss ich schauen wer was anbietet (crunchyroll, wakanim, anime on demand etc) bei illegalen nicht einfach bessere Alternativen wäre die beste Antwort auf anime / manga Piraterie, so wie es auch Gabe Newell mal gesagt hat, Piracy is a service problem

Wooky
Gast

»Hoshi no Romi«: Nie gehört….?

aybekay
Gast

Ist bestimmt eine Seite die Scans für Scanlatoren bereitstellt die das dann übersetzten.