Der japanische Medienkonzern TBS (Tokyo Broadcasting System) hat kürzlich neue Geschäftszahlen für seine Anime-Sparte veröffentlicht und dabei trotz deutlich gestiegener Umsätze einen hohen Verlust vermeldet. Wir fassen zusammen.
Höhere Einnahmen trotz Millionenverlust
Wie aus dem aktuellen Finanzbericht für das vergangene Geschäftsjahr (1. April 2025 bis 31. März 2026) hervorgeht, konnte TBS den Umsatz seines Anime-Geschäfts um 80,8 % auf rund 3,2 Milliarden Yen (umgerechnet etwa 17,3 Millionen Euro) steigern.
Trotz dieses starken Wachstums verzeichnete die Sparte allerdings gleichzeitig einen Bruttoverlust von rund 524 Millionen Yen (etwa 2,8 Millionen Euro).
Das Unternehmen führte das negative Ergebnis in seinem Bericht insbesondere auf die gestiegenen Produktionskosten aktueller Anime-Projekte zurück, weshalb selbst die starken internationalen Einnahmen von »Dream Animals: The Movie« die Verluste nicht vollständig kompensieren konnten.

TBS baut Anime-Geschäft weiter aus
Ungeachtet des finanziellen Rückschlags treibt TBS den Ausbau seiner Anime-Sparte auch weiterhin konsequent voran, denn die Tochterfirma Sand B übernahm erst vor Kurzem die Mehrheitsanteile am 3DCG-Studio Xenotoon, das Mitte 2027 mit dem bereits zu TBS gehörenden Studio Seven Arcs zusammengeführt werden soll.
Bei Sand B handelt es sich um ein im vergangenen Jahr gegründetes Unternehmen, das sich auf die Planung, Entwicklung und Produktion von Anime spezialisiert hat.
Insgesamt investierte der Konzern dabei rund 30 Milliarden Yen (etwa 162 Millionen Euro), um das internationale Wachstum des Anime-Geschäfts weiter zu beschleunigen.
TBS (Tokyo Broadcasting System) ist eine der größten japanischen Rundfunkanstalten, die unter anderem an der Produktion von Anime-Titeln wie »The Quintessential Quintuplets«, »How Not to Summon a Demon Lord«, »Champignon Witch«, »The Water Magician« und »The Ramparts of Ice« beteiligt ist.
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Via Gamebiz
© Kanata Hoshi, Peperon, Kodansha / »Pass the Monster Meat, Milady« Production Committee
Klar, würde ich auch tun, sobald mich die Realität eingeholt hat, dass das gegenwärtige Geschäft sich nicht rentiert.
Ist das Ignoranz oder die Sturheit eines japanischen Manga-/ Anime-Helden?
Wenn die außer den Quintuplets nichts Aufregendes zu bieten haben, kein Wunder ?
bleiben und irgendwann doch noch irgendwie den ROI zu schaffen, oder man kann die ganze Sache gleich einstampfen (was hier sicher auch niemand möchte, nehme ich mal an)…
Neben den hohen Produktionskosten (die sich »dank« verstärktem KI-Einsatzes bald eh erledigt haben dürften), sollte sich TBS auch eingestehen, dass wegen des zunehmenden Streamings und digitaler Plattformen das lineare Fernsehgeschäft inzwischen selbst in Japan, das bei der Adaption neuer Medien-Darreichungsformen traditionell sehr zögerlich ist, längst nicht mehr so gut läuft wie noch vor zehn oder gar zwanzig Jahren! Und TBS ist halt in erster Linie ein »klassischer« privater Fernsehsender (so wie bei uns z. B. RTL), was in dem Beitrag gar nicht explizit angesprochen wurde. So gesehen dürften rapide sinkende Werbeeinnahmen und die Abwanderung der jungen Zuseher zu alternativen Angeboten auch für TBS relevant sein, wenn auch noch nicht ganz in dem Ausmaß wie bei privaten TV-Sendern im Rest der Welt.
Viel zu viele Piraten.