Crunchyroll baut sein Manga-Geschäft aus und vertieft dafür die Zusammenarbeit mit der japanischen Link-U Group. Im Rahmen einer neuen Kapital- und Geschäftsallianz investiert die japanische Crunchyroll-Tochter rund 917 Millionen Yen und erhält dadurch einen Anteil von 7,03 Prozent an Link-U. Wir fassen zusammen.
Crunchyroll steigt bei Link-U ein
Die erweiterte Zusammenarbeit dient vor allem der langfristigen Auslandsstrategie von Link-U. Neben der geplanten Kapitalbeteiligung der japanischen Crunchyroll Co., Ltd. wird dafür auch die bereits bestehende Geschäftsbeziehung mit der US-amerikanischen Crunchyroll, LLC weiter vertieft.
Für den Einstieg ist die Ausgabe von insgesamt 1.071.900 neuen Aktien vorgesehen, die Crunchyroll zu jeweils 856 Yen (rund 4,73 Euro) übernehmen wird. Mit dem Vollzug der Kapitalbeteiligung würde das Tochterunternehmen der Sony-Gruppe 7,03 Prozent der Anteile an Link-U halten und damit zum fünftgrößten Anteilseigner aufsteigen.
Die Transaktion ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Ausgabe der neuen Aktien ist für den Zeitraum vom 30. September bis zum 30. November 2026 vorgesehen und erfolgt nach Abschluss der erforderlichen regulatorischen Verfahren.

Internationale Expansion
Die Kooperation zwischen Crunchyroll und Link-U besteht seit September 2024. Nach einem gemeinsamen Entwicklungsvertrag folgte am 9. Oktober 2025 der Start von »Crunchyroll Manga« in den USA und Kanada. Link-U übernimmt dabei unter anderem Aufgaben bei der technischen Entwicklung.
Zu Beginn umfasste das Angebot mehrere hundert Manga verschiedener japanischer Verlage und Lizenzpartner, darunter »Jujutsu Kaisen« und »One Piece«. Link-U zufolge hat sich die Zahl der verfügbaren Titel inzwischen mehr als verdoppelt, während gleichzeitig auch die Anzahl der Abonnenten kontinuierlich wachse.
Neben der Ausweitung von »Crunchyroll Manga« will Link-U bis 2030 weitere Manga-Dienste für internationale Märkte aufbauen und betreiben sowie japanische Inhalte lokalisieren. Damit sollen Manga-Titel weltweit stärker verwertet werden. Konkrete Details zu den geplanten Projekten gibt es bislang jedoch nicht.
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