Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance steht wohl unmittelbar vor dem Abschluss. Nachdem ein US-Gericht eine zuvor erzielte Einigung mit zwölf Bundesstaaten gebilligt hat, soll die milliardenschwere Transaktion bereits in wenigen Tagen vollzogen werden. Wir fassen nachfolgend die Details zusammen.
Neuer Name nach Übernahme
Der Abschluss des Zusammenschlusses ist nach Angaben der beiden Unternehmen für den 6. Oktober 2026 vorgesehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die noch offenen Abschlussbedingungen bis dahin erfüllt sind.
Mit dem Vollzug der Fusion soll der neu entstehende Medienkonzern zugleich einen neuen Namen erhalten. Paramount-CEO David Ellison kündigte auf X an, dass das Unternehmen künftig schlicht »Skydance« heißen wird. Unter diesem Namen firmiert auch seine ursprüngliche Produktionsfirma, mit der Ellison zunächst Paramount übernahm, das nun mit Warner Bros. Discovery zusammengeführt wird.
Die etablierten Markennamen sollen dennoch bestehen bleiben. Die Studios treten weiterhin unter den Bezeichnungen Paramount und Warner Bros. auf, werden künftig jedoch – ebenso wie CBS, CNN, MTV, Nickelodeon, Comedy Central sowie zahlreiche weitere Marken und Unternehmen – unter dem Dach von Skydance gebündelt.

Übernahme ist an Auflagen gebunden
Zuvor hatte ein Bundesgericht den zwischen Paramount und zwölf US-Bundesstaaten erzielten Vergleich gebilligt. Die Staaten hatten im Juli 2026 gegen die Übernahme geklagt und vor weniger Wettbewerb, höheren Preisen sowie Nachteilen für Beschäftigte der Film- und Fernsehindustrie gewarnt.
Teil der Vereinbarung sind mehrere Auflagen für Paramount. So sollen innerhalb von fünf Jahren mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar zusätzlich in US-Filmproduktionen fließen. Zudem ist ein Fonds in Höhe von 47,5 Millionen US-Dollar vorgesehen, um Folgen der Fusion für Arbeitnehmer abzumildern.
Der fusionierte Konzern muss in den ersten beiden Jahren mindestens 30 Filme pro Jahr in US-Kinos veröffentlichen. In den darauffolgenden drei Jahren steigt die Vorgabe auf 32 Filme jährlich. Bei Verstößen drohen finanzielle Konsequenzen und unter bestimmten Voraussetzungen ein Verkauf von Miramax.
Damit könnte die bereits im Februar 2026 vereinbarte Übernahme am kommenden Dienstag abgeschlossen werden. Warner Bros. Discovery wird mit rund 81 Milliarden US-Dollar Eigenkapital beziehungsweise etwa 110 Milliarden US-Dollar einschließlich Schulden bewertet. Zuvor lagen bereits regulatorische Freigaben in 68 Ländern vor.
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Via 8-K von Paramount
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