Studio Madhouse soll weiterhin Mitarbeiter ausbeuten

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Vor einigen Wochen haben wir darüber berichtet, dass das Studio Madhouse einige Mitarbeiter zu über 200 unbezahlten Überstunden gezwungen hat und ein Produktionsassistent daraufhin aufgrund von Überarbeitung zusammengebrochen ist und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Später äußerte sich der betroffene Mitarbeiter zu dem Vorfall und forderte eine Entschädigung sowie eine Entschuldigung von Madhouse. Laut der freiberuflichen Animatorin Mizue Ogawa soll sich die Situation in den letzten Wochen nicht verändert haben.

Situation bei Madhouse hat sich nicht verbessert

In einem Tweet, den Ogawa am vergangenen Montag veröffentlichte, schrieb sie: »Ich habe von einem Produktionsassistenten aus einem bestimmen M-Studio die Nachricht erhalten, dass er immer noch um Mitternacht arbeiten muss. Als ich ihn fragte, ob es keine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen geben sollte, sagte er, dass es sich bei diesem Fall lediglich um die Behauptung des ehemaligen Produktionsassistenten handelt und die Angelegenheit noch mitten in den Verhandlungen steckt. Mit anderen Worten… es hat sich überhaupt nichts geändert.«

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Produktionsassistent mit 393 Arbeitsstunden im Monat

Die »Black Kigyō Union«-Organisation, die gegen ausbeuterische Unternehmen vorgeht, berichtete am 4. April darüber, dass Mitarbeiter von Madhouse aufgrund von Produktionsverzögerungen unbezahlte Überstunden machen müssen, die sich bereits auf über 200 Stunden im Monat summiert haben. Die Mitarbeiter sollen dazu gezwungen worden sein, jeden Tag von morgens bis spät in die Nacht zu arbeiten.

Ein Produktionsassistent mit 393 Arbeitsstunden im Monat, der durch die Überarbeitung zusammengebrochen ist und daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert wurde, trat der »Black Kigyō Union«-Organisation bei und forderte eine Entschädigung sowie eine Entschuldigung von dem Animationsstudio für die »verschiedenen Formen des Machtmissbrauchs«, die er und seine Kollegen zu spüren bekamen.

Weshalb sich das Studio in Produktionsverzug befand, ist weiterhin noch nicht bekannt. Gerüchten zufolge soll sich Madhouse mit der Episodenanzahl der Anime-Serie »BoogiePop and Others« (18 Episoden in der vergangenen Winter-Season) übernommen haben. Auch die Deadline für die Folgen der aktuell laufenden Serie »Ace of the Diamond Act II« soll sehr knapp bemessen sein. Die Verschiebung der dritten Staffel von »Chihayafuru« könnte ebenfalls mit diesen Problemen zusammenhängen.

Quelle: ANN
©丸山くがね・KADOKAWA刊/オーバーロード2製作委員会

Kommentare

4 Kommentare und Antworten zu "Studio Madhouse soll weiterhin Mitarbeiter ausbeuten"

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AYBEKAY
Gast
AYBEKAY

sowas muss wirklich sehr schlimm sein für die mitarbeiter hoffentlich wird es sich bessern

Luna
Gast
Luna

Schade, dass mein Lieblingsstudio so einen Mist macht :((

KuroMandrake
Gast
KuroMandrake

Leider Realität im Anime Produktionsbereich wie auch in vielen anderen Bereichen…

Kigeki
Gast
Kigeki

Haben zum Glück aktuell nurnoch Diamon no Ace und Shoumetsu Toshi (welcher diese Season endet) am laufe und Chihayafuru verschoben. Vielleicht beruhigt sich dadruch die Lage mit der Zeit. Für nächste Season ist kein Titel angekündigt von Madhouse oder?