Japanischer Manga-Markt verzeichnet ersten Rückgang seit 2017

Nach langer Zeit des Wachstums verzeichnet der japanische Manga-Markt im Jahr 2025 erstmals wieder ein Minus. Besonders der Print-Bereich verliert deutlich, während digitale Manga weiterhin zulegen. Wir fassen zusammen.

Digitale Manga mit Wachstum

Einem Bericht des Forschungsinstituts für Publikationen der All Japan Magazine and Book Publisher’s and Editor’s Association (AJPEA) zufolge ist der japanische Manga-Markt im Jahr 2025 um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr geschrumpft.

Werbung

Den historischen Höchststand markiert somit auch weiterhin das Jahr 2024 mit einem Marktwert von 704,3 Milliarden Yen (etwa 3,85 Milliarden Euro), der folglich im Jahr 2025 auf 692,5 Milliarden Yen (etwa 3,8 Milliarden Euro) sank. Es ist zugleich das erste Mal seit 2017, dass der Manga-Markt in Japan wieder rückläufig ist.

Dabei waren vor allem die Umsätze der gedruckten Tankoubon-Sammelbände (-14,4 %) und die Manga-Magazine (-12,7 %) zurückgegangen. Allerdings verliert der Markt für gedruckte Manga bereits seit mehreren Jahren an Wert – im Jahr 2025 fiel der Rückgang lediglich noch deutlicher als zuvor aus.

Digitale Manga verzeichnen hingegen weiterhin ein Wachstum und erreichten zuletzt einen Umsatz von 527,3 Milliarden Yen (etwa 2,9 Milliarden Euro), was einem Anstieg von 2,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ihr Anteil am gesamten Manga-Markt liegt inzwischen bei 76,1 % – Tendenz weiterhin steigend.

Mehr zum Thema:

Via AJPEA (1, 2)
©2010 Tsugumi Ohba, Takeshi Obata,Shueisha/NHK, NEP, ShoPro

Artikel teilen

Newsticker

Dieser Artikel beinhaltet Affiliate-Links. Durch den Kauf der Produkte über unsere Links erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.

Weitere Themen

Werbung

Diskutiere mit!

guest
6 Kommentare
Bewertung
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Ich

Ich kann durchaus die Vorteile von digitalen Versionen verstehen. Es gibt weder Platz- noch Gewichtsprobleme. Man braucht auch keine Regale/Schränke zu kaufen, um das Zeug unterzubringen.

Dennoch gehöre ich zu den Leuten, die lieber ein richtiges Buch in die Hand nehmen und lesen. Feeling und Flair sind da für mich einfach viel … authentischer. Einfach ein richtiges Erlebnis.

Muffin

Sehe ich auch so 🙂

Staarbreeze

Das bleibt in meinen Augen auch besser im Kopf. Es ist wie der Vergleich in der Schule mit Tafel und Kreide vs. Tablet. Wenn man es selbst schreibt anstatt tippt bleibt es wie gesagt besser im Kopf

Mango

Ich wünschte der digitale Markt würde bei uns im Westen auch mal zulegen. Mangaplus ist gut, aber komplett nutzlos, wenn man nicht-Shueisha Produkte lesen will.
Und unsere Publisher releasen ja auch nicht alles online. Mang Cult mit Yuru Camp zB Print, ja. Digital, nein. Fist of the North Star wiederum in beidem.

Denn gerade so Großformate hasse ich voll.

KOLWE-X

Jupp, da bin ich voll bei dir. Ich schreibe auch regelmäßig die Verlage an, wenn mich ein Manga interessiert, welchen es (noch) nicht digital gibt. Bin vor Jahren schon ganz auf digital-only umgestiegen, vor allem wegen Platznot und der Kindle von Amazon ist großartig um Mangas zu lesen.

Ai Hoshino

Hi, du sagst ja digital only. Aber es gibt immer. Noch jede Menge Mangas die kein Ebook Version haben, was ist mit die sammelst du wirkich 0% Print? Ich selber lese auch sogut es geht immer digital und Print fast immer, nur wenn kein Ebook gibt. Komplett auf Print verzichten ust aber schwierig?

Werbung