Trotz weltweiter Erfolge: Anime-Legende hält sich für inkompetent

Der renommierte Regisseur Goro Taniguchi hat sich selbstkritisch über seine Fähigkeiten bei der Animeproduktion geäußert – obwohl er hinter einigen großen Erfolgen wie »Code Geass« und »One Piece Film: Red« steht. Wir fassen zusammen.

Kein Spezialist auf einem Gebiet

Im Rahmen des Aichi-Nagoya International Anime Film Festival erklärte Taniguchi offen, dass er sich selbst für die »inkompetenteste Person der Anime-Industrie« halte.

Als Hauptgrund nannte der Regisseur, dass ihm besondere Fähigkeiten wie Zeichnen, Drehbuchschreiben oder Schauspielern fehlen würden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kreativen sehe er sich eher als Generalist, der viele Bereiche verstehe, jedoch kein außergewöhnlicher Spezialist auf einem bestimmten Gebiet sei.

Gerade deshalb habe er im Laufe seiner über 35-jährigen Karriere versucht, möglichst viele unterschiedliche Bereiche der Anime-Produktion zu verstehen – darunter Animation, Ton, Schnitt, Marketing, Produktion und sogar Unternehmensführung.

One Piece

Erfolg durch Gesamtverständnis

Laut Taniguchi habe ihm genau dieses breite Verständnis letztendlich dabei geholfen, die verschiedenen Abteilungen einer Produktion miteinander zu verbinden und so größere Projekte erfolgreich umzusetzen.

Besonders deutlich sei dies bei »One Piece Film: Red« geworden, dessen Produktion er aktiv mitgestaltet habe – unter anderem auch bei Marketingentscheidungen sowie der Besetzung von Sängerin Ado als Uta.

Doch trotz des enormen Erfolgs des Films mit Einnahmen von über 20 Milliarden Yen (umgerechnet ungefähr 108 Millionen Euro) in Japan zeigte sich Taniguchi weiterhin bescheiden und erklärte, dass der Erfolg letztlich vor allem den Zuschauern zu verdanken gewesen sei.

Der Regisseur arbeitete zuletzt an dem neuen Anime-Originalfilm »L’étoile de Paris en fleur«, der am 13. März 2026 seine Premiere in Japan feierte.

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Via Oricon
©1999 Toei Animation Co., Ltd. ©Eiichiro Oda/Shueisha, Toei Animation

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Als Hauptgrund nannte der Regisseur, dass ihm besondere Fähigkeiten wie Zeichnen, Drehbuchschreiben oder Schauspielern fehlen würden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kreativen sehe er sich eher als Generalist, der viele Bereiche verstehe, jedoch kein außergewöhnlicher Spezialist auf einem bestimmten Gebiet sei.

Und genau das soll er doch auch sein. Er führt und soll den Überblick haben. Dass er kein Spezialist ist, ist da absolut kein Manko.