Anime-Namen im Ausweis: Naruto und Co. sind in Indonesien keine Seltenheit

In Indonesien tragen überraschend viele Menschen offiziell die Namen bekannter Anime-Charaktere. Aktuelle Daten der indonesischen Bevölkerungsbehörde zeigen unter anderem zahlreiche Einwohner mit Namen wie Naruto, Sasuke, Luffy oder Inuyasha. Wir fassen nachfolgend die Details zusammen.

Bekannte Namen aus Anime

Die Zahlen stammen von der indonesischen Generaldirektion für Bevölkerung und Personenstandsregister (Dukcapil), die dem Innenministerium untersteht. Grundlage sind Bevölkerungsdaten aus dem ersten Halbjahr 2026 mit Stand vom 30. Juni 2026.

Besonders häufig tauchen Namen aus »Naruto« auf. Insgesamt 190 Einwohner sind demnach unter dem Namen Uzumaki registriert, während 157 Menschen Naruto heißen. Darüber hinaus gibt es 158 Personen mit dem Namen Sasuke und 152 mit dem Namen Uchiha. Weitere 60 Einwohner tragen den Namen Boruto.

Auch andere bekannte Anime-Franchises sind vertreten. So hören 181 Menschen auf den Namen Nobita, während 16 Einwohner Doraemon und acht Suneo heißen. Aus »One Piece« finden sich in den offiziellen Daten insgesamt 79 Personen mit dem Namen D. Luffy sowie 37 mit dem Namen Usopp.

Hinzu kommen 65 Menschen namens Shinchan aus »Crayon Shin-chan« sowie 23 Personen, die den Namen Inuyasha tragen. Insgesamt wurden damit zwölf Namen aufgeführt, die mit bekannten Charakteren beziehungsweise Bezeichnungen aus japanischen Anime und Manga übereinstimmen.

Naruto

Namen sind offiziell registriert

Bei den Angaben handelt es sich nicht nur um Spitz-, Künstler- oder Nutzernamen im Internet. Die Personen sind mit diesen Namen im indonesischen Bevölkerungsregister erfasst und besitzen demnach reguläre Identitätsdaten. Eine regionale Behörde von Dukcapil weist ebenfalls darauf hin, dass die Namen rechtmäßig registriert sind.

Jedoch lässt sich aus den Zahlen allein nicht bei jedem Namen zweifelsfrei feststellen, ob tatsächlich eine Anime-Figur als Inspiration diente. Das gilt vor allem für Namen wie Sasuke oder Nobita, die grundsätzlich auch unabhängig von den jeweiligen Werken vorkommen können. Auffällig sind hingegen Uzumaki, Uchiha, Luffy oder Doraemon.

Nichtsdestotrotz wurden die Namen bei der Präsentation der Bevölkerungsdaten für das erste Halbjahr 2026 im August 2026 ausdrücklich als Beispiele für besonders außergewöhnliche Namensgebungen angeführt.

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Via IDWS
© Masashi Kishimoto, Shueisha / Naruto Production Committee

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2 Kommentare
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Ich

Wenn der Charaktername allgemein gebräuchlich ist, würde ich ja noch sagen, dass es okay ist. Aber sonst halte ich von solchen Sache nicht wirklich etwas – also seinem Kind einen Namen von solchen Charakteren zu geben.

Es ist eine Sache, wenn man das für sich selbst aussucht und seinen Namen in sowas ändert – finde ich auch nicht gut, aber es ist dann die eigene Entscheidung -, aber dem Kind einen Namen so geben … halte ich für falsch. Das Kind muss das nämlich nachher ausbaden.

Marcus Cyron

So isses. Ich fände dank Animes nahe gebrachte japanische Namen auch oft interessant, auch für eigene Kinder, so ich die hätte. So könnte ich mir vorstellen, ein Mädchen etwa Kaede zu nennen. Finde ich richtig schön, den Namen. Aber einen Kunstnamen eines Charakters – no way. Colt Seavers Müller und MacGyver Schmitt sehen das sicher auch so.