»Dragon Ball«- und »InuYasha«-Mangaka erhalten französische Auszeichnung

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Während einer Zeremonie, die am 30. Mai in der Französischen Botschaft in Japan stattfand, überreichte die Regierung von Frankreich dem »Dragon Ball«-Mangaka Akira Toriyama sowie der »InuYasha«-Zeichnerin Rumiko Takahashi jeweils eine Auszeichnung.

Akira Toriyama erhält Orden der Künste und der Literatur

Toriyama erhielt von Frankreich den Orden »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« (Orden der Künste und der Literatur), der an Personen verliehen wird, die sich »durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben«.

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Da Toriyama selbst selten in der Öffentlichkeit Auftritt, nahm er nicht an der Zeremonie teil und wurde stattdessen von seinem Redakteur Akio Iyoku vertreten, der den Orden an seiner Stelle entgegennahm und sich für die Abwesenheit des Mangaka entschuldigte: »Herr Toriyama ist seinen französischen Fans immer sehr dankbar, die seine Werke schon seit den Anfängen seiner Karriere geschätzt haben. Leider nimmt Herr Toriyama fast nie an Zeremonien teil und so habe ich die Ehre, diese Auszeichnung an seiner Stelle entgegenzunehmen. Er hat mich gebeten, Ihnen mitzuteilen, dass er sehr geehrt ist, diese Auszeichnung aus Ihrem Land zu erhalten.«

Rumiko Takahashi erhält Auszeichnung »Grand Prix de la Ville d’Angoulême«

Während derselben Zeremonie verlieh Stéphane Beaujean, Leiter des Festival d’Angoulême, eines der wichtigsten Comic-Festivals in Europa, der japanischen Zeichnerin Rumiko Takahashi die Auszeichnung »Grand Prix de la Ville d’Angoulême« (Großer Preis der Stadt Angoulême) für ihre Manga-Reihe »Maison Ikkoku«. Diese Auszeichnung wird jährlich an noch lebende Zeichner für eines ihrer Gesamtwerke oder für die historische Bedeutung ihres Comics überreicht.

»Das Thema von ‚Maison Ikkoku‘ ist sehr alltäglich. Ein einfacher japanischer Schüler will eine Universitätsprüfung bestehen. Es war eine Überraschung zu erfahren, dass Sie sich für unsere Kultur so sehr interessieren«, erklärte Takahashi und begann damit ihre Rede. »Ich teilte meine Überraschung mit französischen Journalisten, die mich interviewt haben. Dabei verstand ich, dass meine Manga einen universellen Aspekt haben, sodass sie insbesondere bei jungen Menschen auf Resonanz trafen«, fuhr Takahashi fort.

Akira Toriyamas Werke

Toriyama ist vor allem durch seine erste Manga-Reihe »Dr. Slump«, die er von 1980 bis 1984 im »Weekly Shonen Jump«-Magazin veröffentlichte, sowie durch seinen Hit-Manga »Dragon Ball«, der von 1984 bis 1995 im »Weekly Shonen Jump«-Magazin publiziert wurde und insgesamt 42 Bände zählt, bekannt. Derzeit arbeitet der Mangaka gemeinsam mit Zeichner Toyotarou am »Dragon Ball Super«-Manga.

Eine 74-teilige Anime-Adaption von »Dr. Slump« entstand im Studio Toei Animation und wurde von 1997 bis 1999 im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Eine Anime-Serie zu »Dragon Ball« lief von 1986 bis 1989 in Japan und wurde unter dem Titel »Dragon Ball Z« bis 1996 fortgesetzt, gefolgt von der 64-teiligen Serie »Dragon Ball GT«. Mit »Dragon Ball Super« startete im Juli 2015 eine lang erwartete Fortsetzung des Franchise, die bis März 2018 ausgestrahlt wurde.

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Rumiko Takahashis Werke

In ihrer über 30-jährigen Karriere zeichnete Takahashi bereits einige bekannte Manga-Reihen wie »InuYasha«, »Ranma ½«, »Urusei Yatsura«, »Maison Ikkoku«, »Mermaid Saga« und »Rumic Theater«. Ihre neueste Reihe, die den Titel »MAO« trägt, startete sie am 8. Mai im »Weekly Shonen Sunday«-Magazin. Im März 2017 waren bereits über 200 Millionen Exemplare ihrer Werke im Umlauf.

Ihre Manga-Reihe »Maison Ikkoku«, die 15 Bände zählt, veröffentlichte Takahashi von 1980 bis 1987 im »Big Comic Spirits«-Magazin. Eine 96-teilige Anime-Adaption vom Studio DEEN folgte im Jahr 1986. Ihr nächster Manga, »Ranma ½«, erschien von 1987 bis 1996 in Japan und erhielt 1989 eine 161 Episoden umfassende Anime-Serie. »InuYasha«, ihre erfolgreichste Manga-Reihe, wurde von 1996 bis 2008 im »Weekly Shounen Sunday« publiziert. Eine Anime-Umsetzung startete im Oktober 2000 und wurde 2009 mit einer finalen Staffel abgeschlossen.

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Quelle: ANN, animeland.fr, Wikipedia
Dragon Ball: ©Bird Studio/Shueisha ©2018 Dragonball Super The Movie Production Committee
InuYasha: ©Rumiko Takahashi/Shogakukan, Yomiuri TV, Sunrise 2002
Fotos: ©Glénat Manga

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2 Kommentare und Antworten zu "»Dragon Ball«- und »InuYasha«-Mangaka erhalten französische Auszeichnung"

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Merci
Gast
Merci

Auf jeden Fall verdient

Julian Fischer
Gast
Julian Fischer

Verdient