Goro Taniguchi: »Serien wie ‚Code Geass‘ haben es heutzutage schwerer«

»Code Geass«-Regisseur Goro Taniguchi war vor einiger Zeit als Gast in einer Ausgabe des Online-Magazins »Hangout Plus« von Kulturkritiker Tsunehiro Uno zugegen. Dort wurde er zum aktuellen Trend der Anime-Industrie befragt.

Serien wie »Code Geass« haben es heutzutage schwerer

Laut Taniguchi legt man heutzutage bei TV-Anime vermehrt den Schwerpunkt auf Slice-of-Life-Inhalte. Serien mit eher depressiven Inhalten, wie beispielsweise »Code Geass«, würden es mittlerweile im Vergleich zu früher wesentlich schwerer haben, eine Freigabe zu erhalten.

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»Man sagt mir immer wieder, dass ich keine depressiven Elemente einbauen soll«, erklärt Taniguchi. »Das Produktionskomitee separiert sich von den Fans, aber auch sie wissen nicht, was ein Hit wird und was nicht.«

Auf dem YouTube-Kanal von »The Planets« werden die ersten 30 Minuten der Diskussion kostenlos auf Japanisch angeboten. Zahlende Abonnenten haben Zugriff auf das komplette Video.

Weitere Werke von Goro Taniguchi

Neben seiner Arbeit an »Code Geass« ist Taniguchi auch durch Anime-Serien wie »Maria the Virgin Witch« oder »revisions« bekannt. Im Oktober 2015 startete er gemeinsam mit Zeichner Higuchi Akihiko die Manga-Reihe »Atrail – Mein normales Leben in einer abnormalen Welt«, die derzeit sechs Bände umfasst und hierzulande bei Altraverse erhältlich ist.

Hangout Plus:

Quelle: ANN
©SUNRISE/PROJECT GEASS Character Design ©2006-2008 CLAMP・ST

Kommentare

15 Kommentare und Antworten zu "Goro Taniguchi: »Serien wie ‚Code Geass‘ haben es heutzutage schwerer«"

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xygirl
Gast
xygirl

Schade eigentlich, Code Geass gehört nämlich zu meinen absoluten Lieblingen und es könnte ruhig mehr solcher Animes geben, die nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen bieten.

haruyu
Gast
haruyu

»Depressive Inhalte«, sagt mal geht’s noch?? Das nennt man Drama! Solche Inhalte sollen Spannung erzeugen und zum Nachdenken anregen.
Ich schaue auch gerne mal unbeschwertere Serien à la Non Non Biyori, aber ausschließlich solche Serien wären mir auf Dauer auch zu eintönig.

Ich gehe jetzt mal stark davon aus, dass Serien wie Fate/stay night (und alles was dazugehört), Death Note, Psycho-Pass, Attack on Titan, The Rising of the Shield Hero, Sword Art Online, Madoka Magica, Assassination Classroom, Detektiv Conan (ja, auch das hat seine Momente), oder auch Naruto ebenfalls in diese Gruppe mit depressiven Inhalten fallen.
Ich weiß ja nicht, irgendwie sind das alles Serien, die sich irrsinnig großer Beliebtheit freuen – manche mehr, manche weniger – und die ihre Verkaufszahlen bestimmt nicht zu verstecken brauchen. Code Geass kann man in diese Auflistung selbstverständlich ohne weiteres dazunehmen.
Oder ein anderes Anime-Phänomen, welches seit den 90er Jahren unvergessen bleibt und besonders stark zum Nachdenken anregt und mit seinem Streaming-Debüt am 21. Juni wieder ein wenig Aufmerksamkeit bekommt. Die Rede ist natürlich von Neon Genesis Evangelion.
Ich denke an »depressiven Inhalten« mangelt es dieser Serie bestimmt nicht.

»Das Produktionskomitee separiert sich von den Fans, aber auch sie wissen nicht, was ein Hit wird und was nicht.«
Dieses ach so toll Produktionskomitee sollte aufhören schwachsinnige Einfälle zu haben und die Serien natürlich entstehen lassen. Ein erzwungenes »Friede-Freude-Eierkuchen« interessiert kein Schwein und wirkt einfach nur gestellt.

BunnyHunter
Gast
BunnyHunter

Eine erzwungene Friede Freude Eicherkuchen Handlung möchte ich auch nicht haben aber nur düsternis und hoffnungslosikeit möchte ich auch nicht haben da muss schon die mischung stimmen wie zb . bei Akame ga Kill wo zwar viele liebgewonnene Helden und auch Schurken ( Esdeath ist da neben Akame mein LieblingsChar ) sterben aber am ende doch Hoffnung auf eine besere zukunft aufkommt .

Mullerio
Gast
Mullerio

Ich glaube nicht das »Depressive Inhalte« das selbe wie drama ist, »Depressive Inhalte« ist für mich eine extreme Form des Dramas sowas wie Attack on Titan oder Sword Art Online hat zwar Momente die nicht Friede Freude sind aber würde ich nicht zu den wirklich depressiven Storys zählen sowas wie NGE oder A silent voice schon eher.

Ich glaube die meisten richtig populären Werke haben Drama sind aber sehr selten wirklich »depressiv« was ich damit meine ist, dass der Protagonist vielleicht Phasen der Trauer hat aber sie entweder nicht lange anhalten oder nicht »richtig« tief gehen, wenn man zum Beispiel Shinji (NGE) mit den meisten der anderen populären shows die ein wenig Dramatisch sind vergeblichen ist Shinji schon auf einem anderen Level.Damit ein Anime als »Depressiv« gilt sollte er als eines seiner Hauptthemen ein Thema haben was sich mit den absolut dunkelsten Themen der Menschheit auseinandersetzt bsp sind Depressionen an sich in 3-gatsu no lion, den tod an sich in Shouwa Genroku Rakugo Shinjuu, Selbstmord in Welcome to the NHK und A silent voice.

Marco
Gast
Marco

Tokyo Ghoul gehört auch noch dazu 😉

Telodor567
Gast
Telodor567

Da hat er leider Recht. Meine liebsten Animes sind nämlich fast alle die mit depressiven und düsteren Themen, von denen es heutzutage leider sehr wenige gibt. Ein Lichtblick ist die aktuelle Staffel von Attack on Titan, die der absolute Wahnsinn ist. Aber im Vergleich zu den ’00-er Jahren sieht es echt schlecht aus. :/

Natsu90
Gast
Natsu90

Wir leben in einer feel Good Zeit….die Zeit von Drama und dunkleren Serien ist leider vorbei.
In den 00er hatten wir Serien wie X, Gantz, Ghost in Shell, Elfenlied, Monster, Death Note usw.
Alle diese Serien hatten einen dunkleren und Gesellschaft Kritischen Unterton und haben zum Nachdenken angeregt. Solche Serien würden heute keine Genehmigung bekommen.
Der Zeitgeist ist anders nicht schlechter, aber anders.

aenon
Gast
aenon

vermisse animes wie codegeass und black lagoon, finde auch den zeichenstil ansprechender aber alles geht halt mit der zeit

BunnyHunter
Gast
BunnyHunter

Ich schau auch überwiegend Animes ohne Depressive inhalte an von ein paar ausnahmen wie zb. Violet Evergarden mal abgesehen aber da gibts ( vorsicht Spoiler ) auch ein Happyend .
Immer wenn ich einen Anime sehe wo zb. die mainhelden am ende sterben ( vorsicht Spoiler ) wie zb. Darling in the Franxx zieht mich das extrem runter .

dreambird1973
Gast
dreambird1973

Kein Wunder, sowas ist ja auch scheisse. Ich hate solche Anime. Bei Akame ga Kill fand ich es noch in Ordnung, aber bei anderen fand ich es bisher einfach nur Müll. Trotzdem würde ich dich bitten, Spoiler nächstes mal noch besser zu kaschieren oder gleich zu lassen. Jetzt habe ich schon die Lust auf den Anime verloren, obwohl er mich eigentlich interessiert hat. Wobei es natürlich drauf anko,mmt. Sind es z.b. richtige Arschlöcher, die am Ende sterben (z.b. bei einem gewissen Mainstream Anime mit einem ach so tollen Buch ) dann macht es den Anime eher sogar besser.

BunnyHunter
Gast
BunnyHunter

Sry für die spoiler und was Darling in Franxx angeht schaus dir an wäre schade sonst und was das ende betrifft habe im forum gelesen das der manga ein anderes besseres ende oder special bekommen soll und dann weiter geht habe aber keine ahnung ob das in den Anime als OVA oder in eine eventuelle 2. staffel einfliesst .

Jojo
Gast
Jojo

Bei Revision kam mir die Galle hoch…. So ein unsympathischer, depressiver, und dazu noch ein »durchgehend« schreiernder MC. Deswegen nur zu Hälfte gesehen! Sry aber wer sich sowas antut, steht wahrscheinlich auf Schmerzen. Auf Depressive Main’s kann ich gut und gern verzichten, die gibt es in rl. schon zu genüge.