Studie bestätigt: Studio-Ghibli-Filme steigern das Wohlbefinden

Seit Langem schätzen Anime-Fans die Filme von Studio Ghibli für ihre beruhigenden und berührenden Erzählungen – nun bestätigt erstmals eine aktuelle Studie diesen Eindruck mit handfesten Belegen. Wir fassen zusammen.

Ghibli-Filme machen glücklich

Für die Forschungsarbeit von JMIR Publications wurden 518 Personen in vier Gruppen eingeteilt. Während ein Teil Ausschnitte aus Filmen wie »Mein Nachbar Totoro« und »Kikis kleiner Lieferservice« sah, verzichteten die anderen Gruppen darauf.

Im Anschluss wurden die Teilnehmer gebeten, ihre Empfindungen zu Ruhe, Neugier, Sinnhaftigkeit und allgemeinem Wohlbefinden einzuschätzen. Dabei zeigte sich, dass jene, die Szenen aus Ghibli-Klassikern gesehen hatten, ein deutlich gesteigertes Gefühl von Lebenszufriedenheit äußerten – stärker als in den Vergleichsgruppen.

Die Forscher führten den Effekt vor allem auf Nostalgie zurück. Das Wiedersehen mit vertrauten Geschichten und Figuren aus Studio-Ghibli-Filmen rief demnach eine erholsame Welle positiver Gefühle hervor.

Leitfaden für ein erfülltes Leben

Zudem bezeichneten sie die Filme als eine Form des »aktiven Eskapismus«, die nicht nur neue Kraft schenkt, sondern auch dazu anregt, über das Leben zu reflektieren.

Die Erzählkunst des Studios schaffe laut den Wissenschaftlern einen Leitfaden für ein erfülltes Leben: Sie lädt dazu ein, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken, Schwierigkeiten als Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung zu begreifen und Gemeinschaftsgefühl mit der Kraft der eigenen Selbstständigkeit in Balance zu halten.

Als Beispiele wurden Totoros Freude an Eicheln, Kikis Entschlossenheit, das Fliegen zu meistern, sowie Satsukis Verbundenheit mit ihrer jüngeren Schwester Mei angeführt.

Abschließend hält die Studie fest, dass die Filme ein »umfassendes Rezept für Glück« darstellen – ein weiterer Beleg für die kulturelle Bedeutung von Studio Ghibli.

Mehr zum Thema:

Via JMIR Publications
© Studio Ghibli

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Mehr dazu.

Artikel teilen

Newsticker

Weitere Themen

Diskutiere mit!

guest
9 Kommentare
Bewertung
Neueste Älteste
Mariabelle

Ich fühle mich nach nem Ghibli Filme auch immer viel besser. Ich habe eine Ruhe in mir, die ich gar nicht beschreiben kann. Es ist einfach ehrlich so ein schönes Gefühl und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, muss ich bald mal wieder einen anschauen.

MirkoAnime23

Es sei denn man guckt Die letzten Glühwürmchen, danach fühlt man sich nicht so gut. Daher ist die Studie auch ein bisschen fragwürdig, da man wenn schon alle Filme beleuchten muss. Bei Prinzessin Mononoke bin ich auch nicht wie ein Glücksbärchi durch die Gegend stolziert, sondern habe mich danach tiefgehende Fragen gestellt. Auch Das Schloss im Himmel ist tiefgründig und regt zum Nachdenken an.

Kid

Finde die meisten auch sehr angenehm und entspannt zu sehen. Aber bei »Die letzten Glühwürmchen« oder auch »Prinzessin Mononoke« würde ich das nicht unterschreiben.

KAROFOX

Die beiden letztgenannten sich wohl auch evtl. schwer zu verstehen. Ich hab sie bisher noch nicht gesehen, allerdings schreckt mich die negative Beschreibung beider Filme auch eher davon ab, sie zu schauen. Ich bin auch eher der Typ für schöne und lustige Filme. 🙂

Ich

Ghibli-Filme erzeugen auch bei mir ein angenehmes Gefühl; da würde ich zustimmen. ABER: nicht ‚Die letzten Glühwürmchen‘. Den würde ich da rausnehmen. Und den scheint man ja auch nicht gezeigt zu haben. Ich glaube, dann hätten die Leute anders reagiert, hahaha!

Eine Sache wäre da noch. Es heißt ja hier:

Während ein Teil Ausschnitte aus Filmen wie »Mein Nachbar Totoro« und »Kikis kleiner Lieferservice« sah, verzichteten die anderen Gruppen darauf.

D.h. die einen sitzen da und können sich was anschauen während die anderen einfach nur dasitzen und warten müssen? Oder hat die Non-Ghibli Gruppe was anderes bekommen? Wenn die nämlich einfach nur in der Ecke sitzen mussten und zu warten hatten, kann ich leicht verstehen, warum die dann nicht so gut gelaunt waren.

Hexe

Ich hab mir die Studie aus dem Link angesehen. Im Titel steht, dass noch andere Filme (The Legend of Zelda: Breath of the Wild) getestet wurden. Ich nehme an die Gruppen sahen dann diese Filme. Quelle: games.jmir.org.

Mar98

um das zu wissen braucht man keine Studie, das ist selbstverständlich

Akai

Also mein Wohlbefinden steigern Ghibli Filme nicht

Marcus Cyron

Das funktioniert aber nicht bei allen Ghibli-Filmen. Kiki und Totoro sind da sehr selektiv. Man kann das ja mal mit den Glühwürmchen machen, den Yamadas oder Mononoke. Da wird das nicht klappen.