KADOKAWA steht erneut im Fokus der japanischen Wettbewerbsbehörde: Wegen möglicher Verstöße gegen das Freelancer-Gesetz droht dem Medienkonzern eine offizielle Verwarnung. Wir fassen zusammen.
Schwere Vorwürfe
Laut einem Bericht von Yomiuri Shimbun will die Japan Fair Trade Commission (JFTC) eine offizielle Rüge gegen KADOKAWA aussprechen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, bei Aufträgen an rund 100 freie Autoren, Illustratoren und Designern gegen das seit November 2024 geltende Freelancer-Gesetz verstoßen zu haben.
Konkret soll KADOKAWA bei verschiedenen Magazinprojekten die Aufträge teilweise lediglich mündlich vergeben haben. In den entsprechenden Vereinbarungen habe dadurch unter anderem eine klare Regelung zum Zahlungszeitpunkt gefehlt.
Nach dem geltenden Gesetz müssen Auftraggeber jedoch verbindliche Angaben zu Vergütung und Zahlungsfristen machen. Fehlt eine solche Vereinbarung, ist die Bezahlung grundsätzlich bereits mit der Ablieferung der Arbeit fällig.

Nicht der erste Vorfall
Mehrere Freelancer sollen ihre Vergütung laut Bericht erst verspätet erhalten haben. KADOKAWA bestätigte derweil, von den Untersuchungen der Behörden zu wissen und bei deren Aufklärung mitzuwirken.
Für KADOKAWA ist dies nicht der erste Vorfall dieser Art. So wurden der Konzern und seine Tochtergesellschaft KADOKAWA LifeDesign im November 2024 von der JFTC wegen Verstößen gegen das damalige Subunternehmer-Gesetz verwarnt.
Das neue Freelancer-Gesetz soll die Arbeitsbedingungen von Selbstständigen in Japan verbessern. Unternehmen und Auftraggeber sind dadurch unter anderem dazu verpflichtet, Vertragsinhalte klar und nachvollziehbar festzulegen.
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Via Yomiuri Shimbun
©2021 Nigozyu,Umibouzu/KADOKAWA/TanmoshiProject
Ihnen droht eine Verwarnung … geht damit auch was handfestes einher? Eine Strafzahlung oder so? Wenn das nur ein ‚Du, du, du …‘ wird, scheint mir das nicht sehr erfolgversprechend zu sein.
Offensichtlich nutzen Verwarnungen nichts. Da muss man richtig auf die Finger hauen. Solche Konzerne lernen nur dirch richtige Strafen.