DC Studios startet Anime-Offensive mit »Joker: Laugh Riot«

Die DC Studios bauen ihr Animationsangebot weiter aus und setzen dabei auf eine besondere Premiere: Gemeinsam mit einem japanischen Unternehmen entsteht erstmals eine Anime-Serie über Batmans berühmtesten Widersacher Joker. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Erster DC-Studios-Anime aus Japan

Das Projekt mit dem Titel »Joker: Laugh Riot« wurde kürzlich im Rahmen des Annecy International Animation Film Festival and Market in einer gemeinsamen Präsentation von DC Studios und Warner Bros. Animation vorgestellt.

Bei der Produktion kooperieren die beiden US-Unternehmen mit Sola Entertainment aus Japan. Das Studio arbeitete zuvor bereits gemeinsam mit Warner Bros. an »Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim«. Die Regie führt Yasuhiro Aoki, der zuletzt den Anime-Film »ChaO« inszenierte.

Nach Angaben von Warner Bros. und DC Studios soll die Zusammenarbeit zugleich den Auftakt für weitere Anime-Projekte bilden, da das Medium in den vergangenen Jahren weltweit deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Mit »Suicide Squad Isekai« erschien zuvor bereits eine Anime-Serie mit Charakteren aus dem DC-Universum.

Neben »Joker: Laugh Riot« wurden während der Präsentation außerdem eine Animationsserie zur erfolgreichen Comicreihe »Absolute Batman« sowie eine familienfreundliche Zeichentrickserie über Supermans Hund Krypto angekündigt.

Weitere Informationen zu »Joker: Laugh Riot«, wie etwa ein Starttermin und weitere Mitwirkende an der Produktion, stehen derzeit noch aus. Nachfolgend findet ihr ein Teaser-Bild mit dem Serienlogo sowie die ersten Details zur Handlung.

Mehr zum Thema:

Ankündigung:

Joker Laugh Riot

Handlung:

Nach Batmans mysteriösem Tod macht sich der Joker auf die brutale Suche nach dessen Mörder und wühlt dabei die Unterwelt Gothams auf. Je näher er der Wahrheit kommt, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Verbrecher und Rächer.

Schließlich muss er sich der Frage stellen, wer er ohne seinen größten Gegenspieler überhaupt noch ist.

Via Variety
Suicide Squad and all related characters and elements © & TM DC © 2023 Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.

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12 Kommentare
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Senpai

Wenn’s mit echten Schauspielern nicht klappt, versucht man sich eben an Animes.

Guts

Nach einer sinnvollen Erklärung brauche ich für deine nachgeplapperte Stammtischparole wohl besser nicht fragen…

Senpai

Weil’s dir nicht in den Kram passt, ist es Stammtischparole? Schau dir die Boxoffice-Zahlen an. Das ist Realität!

Guts

Dir ist aber schon klar, dass aktuell erst der zweite DC-Film des neuen Universums läuft, der erste davon war erfolgreich? Außerdem ergibt dein Kommentar schon deshalb keinen Sinn, weil der Joker-Anime schon länger in Produktion ist und nicht erst mit Bekanntgabe der News, während dieser Zeit hatte DC keinen Flop im Kino. Und Stammtischparole deshalb, weil diese Kommentare vermehrt aus der Ecke kommen, die kurz vor Release von Supergirl eine richtige Schmutzkampagne (inkl. gefälschter KI-Bilder usw.) gegen die Schauspielerin gefahren haben, ohne den Film jemals gesehen zu haben.

Komischerweise redet bei Marvel niemand davon, dass das mit echten Schauspielern nicht klappen würde, obwohl dort reihenweise Filme floppen und nur noch die altbekannten Schauspieler irgendwen ins Kino locken…

Senpai

Supergirl ist dabei doch vollkommen irrelevant. Schau doch einfach auf die Zahlen der letzten 10 DC‑Filme. Dann wirst du schnell sehen, dass eigentlich nur Superman aus 2025 profitabel war. Und da ist mir deine Gefühlslage relativ egal, denn ich halte mich einfach an Fakten.

Und weißt du was? Mir ist Marvel in dem Zusammenhang auch vollkommen egal, weil das mit der News hier nichts zu tun hat. Schlussendlich ist Marvel seit Endgame auch komplett durch, aber eben nicht so sehr wie DC. Ob man selbst die Filme gut oder schlecht findet sei dahingestellt. Das ist mir auch egal. Denn wie schon oben erwähnt: Es sind einfach Fakten, und daran kann nicht gerüttelt werden.

Guts

Du solltest lieber nicht zu laut von Fakten reden, wenn sie nicht ihren Zweck erfüllen. Fakten sollten idealerweise deinen gefühlten Eindruck, also deine Behauptung »Wenn’s mit echten Schauspielern nicht klappt, versucht man sich eben an Animes« stützen, das tun sie bei dir aber nicht. Auch solltest du selber vorher nochmal die Zahlen anschauen und erfolgreiche Filme wie The Batman nicht ignorieren/vergessen, damit deine dünne Argumentation überhaupt funktioniert. Zu den Fakten gehört außerdem auch, wie es zum Scheitern des alten DCEU kam, die »echten Schauspieler« waren jedenfalls nicht das auschlaggebende Problem. Nur als abschließenden Nachschlagetipp für dich: Es fing mit Whedon und der Übernahme von Justice League, Chaos in der Führungsetage und dem Zerschlagen des ursprünglichen Plans an.

PS: bei den Serien ist DC nebenbei bemerkt mittlerweile auch erfolgreich, das obwohl da echte Schauspieler mitspielen 😉

Senpai

Puh, das ist schon eine ziemlich wacklige Argumentation.

Ja, The Batman war bei mir in der Betrachtung außen vor, weil der schon etwas älter ist. Den Punkt gebe ich dir: Der Film war erfolgreich, hat sogar mehr eingespielt als Superman und steht mit 7,8 bei IMDb auch deutlich besser da als vieles, was DC danach abgeliefert hat.

Wenn man sich die letzten DC-Filme anschaut, bleibt die Bilanz trotzdem ziemlich ernüchternd. Blue Beetle bei 5,9, Shazam 2 bei 5,9, Black Adam bei 6,1, Aquaman 2 bei 5,6, Joker 2 bei 5,2** und The Flash trotz großem Nostalgie-Bonus auch nur bei 6,6. Das ist jetzt nicht gerade die Visitenkarte eines stabil laufenden Kinouniversums. Finanziell sieht es nach grober Studio-Rechnung bei vielen davon ebenfalls nicht besser aus.

Dein Serienargument greift dabei zudem nur bedingt, weil wir bei Streaming-Serien eben keine vergleichbaren öffentlichen Zahlen haben. Man kann sagen, dass einige Serien gut ankamen, klar. Aber ob sie sich finanziell wirklich gerechnet haben, ist von außen kaum seriös zu bewerten. Beim Kino kann man zumindest grob mit Box Office, Budget und Studioanteil arbeiten.

Und auch das „wie es dazu kam“ ändert am Ergebnis erst mal nichts. Natürlich lag das DCEU-Chaos nicht einfach nur an den Schauspielern. Aber das widerspricht meinem Punkt nicht, sondern bestätigt ihn eher: DC hat im Film-Bereich über Jahre nichts Ordentliches mehr hinbekommen.

Genau deshalb finde ich den Satz „wenn’s mit echten Schauspielern nicht klappt, versucht man sich eben an Animes“ weiterhin nicht völlig aus der Luft gegriffen. Überspitzt? Ja. Komplett haltlos? Eher nicht.

Guts

Ja, The Batman war bei mir in der Betrachtung außen vor, weil der schon etwas älter ist.

Was heißt hier älter, wenn man deine 10 Filme von oben als Maßstab nimmt, dann liegt er mittendrin. So viel zum Thema Fakten…

Dein Serienargument greift dabei zudem nur bedingt, weil wir bei Streaming-Serien eben keine vergleichbaren öffentlichen Zahlen haben. Man kann sagen, dass einige Serien gut ankamen, klar.

Wenn du bei den Filmen die Bewertungen mit einbeziehst, solltest du es konsequenterweise auch hier tun. Von den neuen und für die aktuelle Betrachtung relevanten Serien The Penguin und Peacemaker (2. Staffel nochmal mehr) gibt es außerdem Abrufzahlen, die kann man ins Verhältnis zu anderen nicht DC-Serien setzen und sieht, dass sie sehr erfolgreich waren.

Guckt man sich die gesamten Zahlen von DC nach der Neuausrichtung einfach mal an, dann sieht man, wie gut sich DC erholt hat, die Live-Action-Produktionen sind erfolgreicher und besser bewertet als im alten DCEU zuletzt, man hat sich auch bei den Zeichentrickproduktionen breiter aufgestellt und ist erwachsener geworden, die Comic-Sparte hat sogar den ewigen Platzhirsch Marvel überholt und einen der erfolgreichsten neuen Comicreihen überhaupt veröffentlicht. Aufgrund diesen Aufschwungs expandiert DC logischerweise in andere Länder, dazu gehören nun mal auch Anime. Das ist alles keine Verzweiflungshandlung, sondern nach langem mal wieder ein strukturierter Plan*. Der einzige Dämpfer war höchstens Supergirl, aber da habe ich Gründe schon genannt, denn die Schauspielerin war bis von wenigen Wochen noch sehr beliebt als Supergirl. Review-Bombing gab es selbstverständlich auch, der Film kommt dennoch auf eine stabile Wertung von über 6, Marvel-Filme schneiden da nicht viel besser ab. DC kann man hier vorwerfen, dass sie einer so »unbekannten« Heldin wie Supergirl schon so früh einen Film gegeben haben, aber dann hätten die Leute wieder gemeckert, warum es denn keine neuen Helden gibt. Dann gibt es auch noch diesen Klotz am Bein, den DC einfach nicht los wird, nämlich die Snyder-»Fans« (seine Filme mag ich teilweise, die Fans ganz und gar nicht), die kommen auch immer wieder aus ihren Löchern gekrochen, die finden eh alles neue von DC Mist und teilen das auch gerne lautstark mit. Die verbünden sich auch gerne mit Marvel-Fans, die sollten sich aber lieber mehr Sorgen um die eigenen Filme machen 😛

*Der durch die Übernahme von MAGAmount wieder zerstört wird.

Marcus Cyron

Ich fürchte, dass US-Comics als Animes einfach nicht funktionieren. Die bisherigen Versuche waren eher für den Pöter. Nicht, dass gegenseitige Einflüsse nicht beide Seiten bereichern würden. Aber die Anpassung eines im Stil des anderen – bislang ging es immer schief und ich glaube auch nicht, dass es wirklich machbar ist. Und ich frage mich auch, warum sollte man das tun? Beides hat seine Berechtigung (OK, als Marvelianer: alles, außer DC natürlich ;)).

Guts

Gibt nun wirklich nicht viele US-Comics, die überhaupt als Anime adaptiert wurden, noch weniger, die tatsächlich eine reale Comic-Geschichte und nicht nur Figuren nutzten. Daraus lässt sich also keine fundierte Misserfolgsgeschichte herleiten.

PS: Marvel kann sich von den DC-Comics auch mal ein paar Scheiben abschneiden, DC traut sich aktuell deutlich mehr als Marvel, das spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen der Bände wieder.

Ryu

Einer der wenigen Charaktere die ich aus DC Universe mag. Interesse ist also da ^^

Marcus Cyron

Aber die Figur wird derzeit auch zu Tode geritten.