Zu komplex: »Demon Slayer: Infinity Castle« musste stark vereinfacht werden

Der erste Teil der »Demon Slayer: Infinity Castle«-Trilogie hat zweifellos einen neuen Maßstab für Animationsfilme aus Japan gesetzt – obwohl es sich nur um eine stark vereinfachte Version der ursprünglichen Pläne handelt. Wir fassen zusammen.

Zu komplexe 3D-Realisierung

Beim Tokyo Anime Award Festival 2026 (TAAF2026) erklärte Cinematographer Yuichi Terao, dass das Team vor dem Start der Produktion angenommen hatte, die 3D-Realisierung der vielschichtigen und permanent veränderlichen Festung »Infinity Castle« würde fast zehn Jahre in Anspruch nehmen.

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Weil ein so langer Produktionszeitraum nicht umsetzbar war, wurde die Darstellung deutlich vereinfacht, sodass sich die Entstehungszeit des ersten von drei Filmen letztlich auf rund dreieinhalb Jahre verkürzen ließ.

Ungeachtet dieses »Rückschlags« gelang es Studio ufotable, mit einem Budget von rund 20 Millionen US-Dollar den erfolgreichsten Anime-Film aller Zeiten zu produzieren, der weltweit mehr als 800 Millionen US-Dollar einspielte.

In Japan läuft der Streifen noch bis zum 9. April 2026 im Kino – und versucht nach wie vor, den Vorgänger »Mugen Train« zu übertreffen. Der Kinostart des zweiten Teils wird nach aktuellem Stand nicht vor 2027 erwartet.

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Via Oricon
© Koyoharu Gotoge / SHUEISHA, Aniplex, ufotable

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Saowart

Krass.
An der Stelle trotzdem ein grosses Lob an die Mitarbeiter, die, trotz der vielen Einschränkungen, ein qualitativ hochwertiges Endprodukt erschaffen konnten. Das Infinite Castle sah in dem FIlm einfach nur gut aus! 😀

CJ Apple

Die Story konnte es ja nicht sein, denn die ist ja schon einfach aka generisch ^^

Marcus Cyron

Gerade einfache Geschichten, vor allem dann, wenn sie viele Figuren beinhalten, sind gar nicht so einfach zu erzählen.

Rhya

Ich hab es lieber so als JJK Staffel 3.

Guts

Solchen unrealistischen Aussagen würde ich mal weniger Gewicht einräumen, die werden oft aus dem Zusammenhang gerissen oder selbst von den Machern nur sehr vage kommuniziert, damit es spektakulär klingt. Die 10 Jahre bezogen sich wohl nur aufs Rendern, dann auch nur auf die Renderzeit, die er an seinem Arbeitsplatzrechner hatte. Mit einem solchen Rechner rendert aber niemand ernsthaft einen ganzen Film, das überlässt man alles (externen) Renderfarmen, dort ist die Zeit aber nur noch einen Bruchteil davon. Außerdem hat Demon Slayer vergleichsweise gering aufgelöstes CGI, also kein Vergleich zu dem, was z.B. Hollywood so treibt. Für die ist das, was man in Demon Slayer sah, fast schon ein Testrendering. Man darf auch nicht vergessen, dass für Japan CGI immer noch Neuland ist, das sieht man auch an der Festung, dort wurden eher rudimentäre und »veraltete« Techniken verwendet. Die Situation sah Ende der 90er schon mal besser aus, Prinzessin Mononoke hat selbst für heutige Verhältnisse noch sehr gutes CGI (wurde sogar extra für den Film programmiert), das kaum vom Gezeichneten zu unterscheiden war. Irgendwann hat Japan aber den Anschluss verloren.

Saowart

Warum bist du eigentlich so anti Demon Slayer?
Klar, jedem seinen geschmack aber den Film in jeder Demon Slayer News schlecht zu reden, finde ich mittlerweile etwas übertrieben und erzwungen.

Guts

Ist in dem Fall reiner Zufall, denn wenn es einen Artikel über die technischen Aspekte eines Animes gibt, dann schreibe ich eigentlich immer was dazu, egal welcher Anime das ist 😉

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