Crunchyroll arbeitet derzeit mit »führenden Cybersicherheitsexperten« zusammen, um einen möglichen Datenabgriff zu untersuchen. Wir haben die Details für euch.
Hinweise auf Cyberangriff
Der Streaming-Dienst Crunchyroll steht erneut im Fokus negativer Schlagzeilen, denn neben einer Sammelklage zum Datenschutz, mit der sich die weltweit führende Anime-Plattform seit einigen Wochen konfrontiert sieht, folgt nun der nächste Aufruhr.
Der X-Account International Cyber Digest gab am 23. März 2026 in einem Beitrag, der inzwischen über 5,3 Millionen Mal angezeigt wurde, an, konkrete Hinweise darauf erhalten zu haben, dass ein Angreifer über 100 GB an Crunchyroll-Nutzerdaten entwendet habe. Als Beleg ergänzte er Screenshots und erläuterte den Ablauf.
So soll ein Mitarbeiter des indischen Outsourcing-Partners Telus eine Schadsoftware auf seinem Rechner ausgeführt haben. Dadurch habe dann ein Dritter Zugriff auf die Systeme von Crunchyroll erhalten – insbesondere auf das Ticketsystem – und sei so an Daten wie E-Mail-Adressen, IP-Adressen und Zahlungsinformationen gelangt.

Untersuchungen dauern an
Obwohl sich der Vorfall bereits am 12. März 2026 ereignet haben soll, wurde er erst elf Tage später publik gemacht. Crunchyroll reagierte sofort auf die Vorwürfe und bestätigte gegenüber mehreren Medien, die Angelegenheit zu untersuchen.
Auf Nachfrage von Anime News Network gab der Streaming-Anbieter am 24. März 2026 folgende Stellungnahme ab:
»Unsere Untersuchungen dauern noch an und wir arbeiten weiterhin mit führenden Cybersicherheitsexperten zusammen. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich die Informationen vor allem auf Kundenservice-Ticketdaten beschränken, welche nach einem Vorfall bei einem Drittanbieter betroffen sind. Wir haben keine Hinweise auf einen anhaltenden Zugriff auf Systeme im Zusammenhang mit diesen Behauptungen gefunden. Wir beobachten die Situation weiterhin genau.«
Wir halten euch natürlich über alle Entwicklungen wie gewohnt auf dem Laufenden. Bis dahin raten wir allen Lesern, ihre Passwörter zu ändern und nicht dieselben Zugangsdaten für verschiedene Plattformen zu nutzen.
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Aber erstmal die Preise erhöhen. Bin ich froh nie einen Account dort gemacht zu haben.
Warum kritisierst du zu diesem Thema die Preiserhöhung?
Vielleicht schonmal daran gedacht, dass die Preiserhöhung andere Gründe haben könnte
Z.B. höher Energiepreise, gestiegene Personalkosten, gestiegene Lizenzkosten
Zu fast jedem Anime kommen neue Synchros dazu, das kostet alles Geld
Und und und…
Wenn du willst zähle ich noch mehr auf
Blöd nur, dass die steigenden Preise weder mit einer ebenfalls steigenden oder auch nur gleichbleibenden Produktqualität, noch mit besseren Arbeitsbedingungen verbunden sind. Ganz im Gegenteil: Statt Lizenzen zu pflegen, lässt man sie auslaufen und Katalogtitel klammheimlich verachwinden, dem Player wurden immer mehr Funktionen gestrichen (Videoauflösung bestimmen, Japanisch ohne Untertitel…), die Kommentarfunktion wurde entfernt, um Kosten für die Moderation zu sparen, und vor allem wird zunehmend zu „KI“ gegriffen, was sowohl zulasten der ohnehin schon prekär beschäftigen Übersetzer als auch der Übersetzungsqualität geht.
Ein Punkt, der mir besonders sauer aufstößt und bisher kaum angesprochen wurde, weil er für so selbstverständlich genommen wird, ist die manipulative Art, Bestandskunden eine „Zustimmung“ zu den neuen Preisen aus dem Kreuz zu leiern. Alle paar Tage bekomme ich eine E-Mail, dass ich die Preisänderung bestätigen müsse, sonst werde das Abo zum Stichtag gekündigt, und jedes Mal, wenn ich die Seite öffne, kommt mir ein Pop-up entgegen, das ebenfalls darum bettelt. Was Crunchyroll einem nicht gibt, ist die Option, „nein“ zu sagen und mit einem Klick mitzuteilen, dass das Abo ruhig auslaufen darf und sie sich ihre Preiserhöhung sonstwohin stecken können, weder in der E-Mail, noch in dem Pop-up. Man kann es wegklicken, dann kommt es beim nächsten Mal aber wieder. Umgekehrt hingegen, wenn man einmal auf „bestätigen“ geklickt hat, wird man nie wieder gefragt, ob man sich auch WIRKLICH sicher ist, dass man das Abo zum neuen Preis weiterlaufen lassen will. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn jemand seinem Gegenüber nicht die Möglichkeit gibt, „nein“ zu sagen, und es stattdessen so lange manipuliert, bis er ihm eine Zustimmung entlockt hat, die keine ist, und er bekommt, was er will. Solche Menschen, die das bloße Konzept der Einvernehmlichkeit weder verstehen, noch respektieren, geschweige denn begreifen, dass diese keine Einbahnstraße ist, gehören mental einer ganz bestimmten Kategorie an, die nienand, der etwas auf sich hält, in seinem Umfeld haben will.
Traue niemandem, nicht einmal deinem eigenen indischen Sicherheitsdienst…
Well… Ich bin froh, mein Konto und Abo dort vor Monaten gekündigt zu haben.
Bist du dann nicht ein illegale Gucker
Sowas kotzt mich an!!!!!!!!!!!
Es sollte ein Gesetz geben, das Unternehmen verpflichtet, Nutzer sofort zu informieren, wenn es ein Datenleck gibt!
Ja, unbed… Moment, gibt es nicht die DSGVO? Die regelt tatsächlich so etwas in Artikel 33 und 34. Hält sich nur kein Unternehmen dran…
Immer diese Ironie, wenn Unternehmen, die selber im Dreieck springen, wenn jemand ihre Daten (Content) unerlaubt nutzt und weiterverbreitet, selber die Daten ihrer (zahlenden) Kundschaft unerlaubt nutzen und weiterverbreiten. „Quod licet Iovi, non licet bovi.“ Und nein, eine Klausel auf Seite 87 in den AGB, die absichtlich so gestaltetet sind, dass sie von 99 % der Kunden nicht gelesen werden, macht es nicht legitim.