Der Streaming-Dienst Crunchyroll gab heute bekannt, dass die Anime Awards in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Wir fassen zusammen.
Großes Jubiläum
Die Vergabe der Crunchyroll Anime Awards 2026 in insgesamt 32 Kategorien findet am 23. Mai 2026 mit einer großen Jubiläumsshow in Tokio statt. Moderiert wird das Event, das wie in den vergangenen Jahren wieder kostenfrei im Internet übertragen wird, zum vierten Mal in Folge von Synchronsprecherin Sally Amaki und Entertainer Jon Kabira.
Als erster musikalischer Programmpunkt wurde Yoko Takahashi bestätigt. Mit ihrem legendären Song »A Cruel Angel’s Thesis« feiert sie auf der Award-Bühne das 30-jährige Bestehen von »Neon Genesis Evangelion«.
Die musikalische Begleitung der Zeremonie übernimmt Symphonic Suites unter der Leitung von Hirofumi Kurita. Die Arrangements stammen von Kazunori Miyake und werden vom Tokyo Philharmonic Orchestra live interpretiert.
Die Bekanntgabe der Nominierten erfolgt am 2. April 2026, zeitgleich startet das Voting auf der offiziellen Website. Welche Titel es in die Auswahl schaffen, entscheidet zuvor eine unabhängige Jury aus Experten, Kreativen und Influencern. Berücksichtigt werden Veröffentlichungen aus dem Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025.
Wir halten euch am Tag der Preisvergabe natürlich wie gewohnt auf dem Laufenden. Die Gewinner aus dem Vorjahr gibt es unter diesem Link im Überblick.
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© Crunchyroll, LLC

Ich brauch mir das nicht mehr geben werden eh wieder die selben Titel gewinnen, hier zählt eh fast nur pamm pamm statt Kopf einschalten.
Ja und wir wissen ja wer diesesmal nicht mit eingeladen wird. Wahre Anime-Fans wie gigguk(die es kritisieren was da vor sich geht).
Wie sollten sie es denn stattdessen aufziehen? Die unabhängige Jury zwingen, unabhängig von deren handwerklicher Qualität keine beliebten Titel für die Kategorien zu nominieren? Damit bei der öffentlichen Abstimmung dann nur noch die Auswahl zwischen Nischentiteln stattfindet?
Oder die öffentliche Abstimmung weglassen? Damit bei einem Medium, das stark von seiner Community abhängt, eben jene Community ausgesperrt wird? Und dann als Beschwerdeführer immer noch unglücklich zu sein, weil die Jury sehr wahrscheinlich dieselben Titel bevorzugt wie diejenigen, die öffentlich abstimmen?
Ich hatte ja damals schon beschrieben, wie man das alles etwas ausgeglichener gestalten kann anime2you.de
1. Man lässt erstmal nur Titel zu, die auch von den Produzenten für die jeweilige Kategorie freiwillig eingereicht werden, so muss sich CR nicht darum kümmern, ob wirklich jeder Anime berücksichtigt wird. Auch bietet es für Studios eine Art taktische Möglichkeit zwei konkurrierende Titel aus dem eigenen Haus nicht für die selbe Kategorie einzureichen. Ein Studio hat also selbst die Wahl, ob sie zwei oder nur einen Hype-Titel einreicht. Genauso eröffnet sich so die Chance für eine dringend benötigte »internationale« Kategorie.
2. Daraus wählt dann eine Fachjury eine Vornominierung/Shortlist aus. Diese Fachjury besteht dann aus Synchronsprechern, Animatoren, Drehbuchautoren, Regisseuren etc. Aber immer nur für die jeweilige Kategorie, also ein Animator darf nur über die Animationskategorie entscheiden.
3. Die teils anonyme Fachjury wählt man (anfangs) aus Persönlichkeiten mit »besonderen Leistungen« oder anderen Kriterien aus, später erweitert sich der Kreis automatisch durch die Nominierten und somit auch Sieger der vergangenen Jahre.
4. Dadurch fallen automatisch einige »Fan«-Kategorien weg (wie etwa »Bester »Muss unbedingt beschützt werden«-Charakter« oder manche Genre-Kategorien), die man dann einfach als reine Fan-Abstimmung mit der aktuellen Influencer-/Journalisten-Jury weiterführen könnte. Also losgelöst von den Hauptkategorien.
5. In einer zweiten Runde wählt die Fachjury dann Kompetenzübergreifend aus der Shortlist dann die Nominierten, also Animator darf dann auch für Synchronsprecher abstimmen.
6. In einer dritten und letzten Runde kann man die Zuschauer mit einbeziehen, oder man wählt bei der zweiten Runde direkt die Sieger und lässt die Zuschauer außen vor.
Was würde dieser deutlich kompliziertere Ablauf denn tatsächlich verändern?
Ich sehe das schon im ersten Schritt scheitern, weil möglicherweise ein größerer Teil der Produktionen dann gar nicht angemeldet wird, inklusive solcher, die womöglich eine Chance hätten.
An anderer Stelle werden ähnliche Systeme ja eher zum Gatekeeping eingesetzt, um zu verhindern, dass jeder Amateur weltweit sein Werk anmeldet. Bei Anime ist der Pool der qualifizierten Werke wahrscheinlich im unteren dreistelligen Bereich, also doch recht gut überschaubar.
Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass man genügend professionelle Schöpfer aus der Branche selbst dazu überzeugen könnte, ohne Gegenleistung Stunden, Tage oder gar Wochen zu investieren und Inhalte anzuschauen und zu bewerten. Auch wären solche Leute viel zu tief in der Sache drin und auch mit den zu bewertenden Inhalten zu stark vernetzt. Ein fader Beigeschmack wäre immer vorhanden, wenn da Leute für welche abstimmen könnten, weil sie auf der selben Uni waren, im selben Betrieb gelernt oder gearbeitet haben, an denselben Projekten gearbeitet haben oder befreundet ist. Die meisten der Leute in der Branche in Japan arbeiten in derselben Stadt. Fast jeder kennt jeden bzw. jemanden, der an welchem Projekt auch immer gearbeitet hat.
Eine Jury, die nicht in direkter (abhängiger) Relation zu den Produktionen steht, wie es aktuell ist, halte ich an der Stelle für besser geeignet.
Du schreibst auch von »Studios« im Kontext der Anmeldung von Titeln. Die Studios haben in den allermeisten Fällen gar keine Rechte an den Inhalten, sondern sind nur ausführende Dienstleister. Die Produktion wird von ihnen gar nicht vertreten und die finanziell Verantwortlichen für die Produktionen würden Alleingänge eher nicht gutheißen.
Dieser Ablauf funktioniert bei anderen Awards schon seit Jahrzehnten, jedenfalls besser als das was CR da liefert. Gleichzeitig werden dadurch trotzdem regelmäßig Nischentitel nominiert. Es werden sich bestimmt einige Leute finden, die da mitmachen. Und ich bezweifle, dass bei anderen Awards die Leute da Wochen dran sitzen, die aktuelle Jury wird das sicher auch nicht tun.
»Studios« hätte ich in Anführungszeichen schreiben sollen, gemeint sind eher die Produktionsunternehmen.
Hier ist aber dann ebenfalls die Frage, hat CR überhaupt die Rechte an den Inhalten, die sie für die Awards verwenden?
Das trifft nur auf einen kleinen Bruchteil zu, die meisten sind im Grunde auch nur Fans ohne tiefgreifende Branchenkenntnisse, die sich nur die üblichen Titel anschauen. Wenn sich Influencer dann auch noch auf Anime x oder y spezialisiert haben, ist das mit der Abhängigkeit auch wieder hinfällig.
Dann tendiere ich doch lieber zur Entscheidung der Schöpfer, selbst wenn sie durch Bekanntschaften aus dem Umfeld beeinflusst werden. Denen traue ich wenigstens etwas mehr Professionalität zu als irgendwelchen Influencern mit Clickbait-Videos.
Auch hier gilt, dass es bei anderen Awards »funktioniert«, warum sollte man ausgerechnet den Animeschöpfern damit indirekt mangelnde Professionalität unterstellen?
Yep
Kategorie
Must to protect
Anya wie immer
Movie of the year
Demon Slayer
Animation
Demon Slayer oder SL
Action
SL
Aoty
SL
Best MC
Tanjiro oder Jinwoo
Fantasy
Demon Slayer
Es kann so weitergehen
Das hätte man als Anlass nehmen können diese Werbeveranstaltung wenigstens etwas seriöser zu gestalten, indem man das ganze Abstimmungsverfahren und die Kategorien überarbeitet …
Wenn die wenigstens eine diverse Auswahl an Nominierungen hätten, ein gutes Wahlsystem und dabei die allgemeine Qualität (z. B. Untertitel) aufrechterhalten hätten, hätte ich der Veranstaltung eine gewisse Legitimität zugestanden.
Mainstream Awards