Ärger für Crunchyroll: Klage nach mutmaßlichem Datenleck eingereicht

Nachdem es bei Crunchyroll mutmaßlich zu einem Datenleck gekommen ist, sorgt nun eine Klage für zusätzlichen Ärger bei dem Streaming-Anbieter. Wir fassen zusammen.

Nutzerin reicht Klage ein

Für die Verantwortlichen bei Crunchyroll dürfte der März ohne Zweifel ein Monat zum Vergessen gewesen sein. Erst wurde das Unternehmen mit rechtlichen Vorwürfen im Zusammenhang mit Nutzerdaten konfrontiert, dann folgten Berichte über einen schwerwiegenden Cyberangriff – und nun ist eine weitere Klage hinzugekommen.

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Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass eine Person aus dem US-Bundesstaat Washington Klage beim Northern District of California eingereicht hat. Darin wirft sie dem Anime-Anbieter vor, personenbezogene sowie finanzielle Daten seiner Nutzer nicht ausreichend geschützt zu haben.

Der Klageschrift zufolge sollen Cyberkriminelle spätestens am 12. März 2026 unbefugt Zugriff auf die betreffenden Daten erhalten haben. Als möglicher Ursprung des Angriffs wird ein externer Dienstleister namens Telus genannt, über den sich die Täter Zugang zu internen Systemen verschafft haben sollen.

Die Klägerin beschuldigt Crunchyroll, keine angemessenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die betroffenen Nutzer – sie eingeschlossen – nicht frühzeitig über den Vorfall in Kenntnis gesetzt zu haben.

Außerdem wird argumentiert, dass dieses Verhalten als unlautere Geschäftspraxis im Sinne des Federal Trade Commission Acts gewertet werden könnte. Laut Klage seien betroffene Nutzer durch das Datenleck einem erhöhten Risiko für Betrug und Identitätsdiebstahl ausgesetzt, was auch Stress auslösen könne.

Die Klägerin fordert unter anderem Schadensersatz sowie weitere rechtliche Maßnahmen. Die Höhe möglicher Entschädigungen ist derzeit noch offen.

Eine offizielle Bestätigung des Datenlecks durch Crunchyroll steht weiterhin aus. Am 25. März 2026 gab das Unternehmen auf Nachfrage ein kurzes Statement ab, wonach der Vorfall derzeit untersucht werde. Nutzer haben inzwischen jedoch die Möglichkeit, über die Plattform »Have I Been Pwned« zu prüfen, ob ihre Daten betroffen sind.

Mehr zum Thema:

Via Court Listener
© Crunchyroll, LLC

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Ryu

Drücke ihr die Daumen und hoffe das Sony verurteilt wird 🙂

Ich

Die Klage läuft aber gegen Crunchyroll und nicht gegen Sony.

sge1899

aber crunchyroll ist doch eine tochter von sony,oder irre ich mich da?

Ryu

Sony ist Eigentümer von Crunchyroll 🙂

Ich

An sge1899 und Ryu:

Ja, aber das hier ist gegen Crunchyroll gerichtet. Insofern Sony da nicht irgendwelche Vorgaben gemacht hat, die zu dem hier geführt haben, hat Sony damit letztlich so erstmal nicht wirklich was zu tun.

KnSNaru

Der entsprechende Artikel dazu:

anime2you.de

Nemblest

Das ist richtig, aber mehr als ein »kleines« Dorn im Auge dürfte es für Sony nicht sein (sprich mehr als ein »Finger heben« wird es wahrscheinlich nicht geben).
Die Klage hätte ruhig auch Sony gelten dürfen – und nicht nur CR – denn dann dürften mehr Leute von Wind bekommen (auch Investoren) und Sony sieht sich dann in der Pflicht, bei CR mal ein paar der Verantwortlichen rauszuwerfen und die Sache neu zu bewerten.

JinRoh

@Ryu
Stimmt nicht – Eigentümerin ist Funimation Global Group wie KnSNaru verklinkt hat.
Dazu hat Sony nichts damit zu tun, da CR ein eigenständiges Unternehmen ist. Somit selbstständig handelt und daraus Konsequenzen selbst tragen muss.

KnSNaru

Was hast Du gegen Sony?
Überhaupt schon mal nur irgendeine der hochwertigen Produkte des Elektornik-Giganten gesehen, geschweige denn besessen?

BibberBieber

Doch, ich habe tatsächlich einiges gegen Sony, und das hat nichts mit blindem Markenhass zu tun, sondern mit konkreten Entwicklungen.

Und bevor wieder die Frage kommt: Ja, ich habe genug Erfahrung mit der Marke. Ich besitze PlayStation-Konsolen seit der PS1 und habe wirklich jede Generation mitgenommen, inklusive der aktuellen PS5. Es ist also nicht so, dass ich von außen urteile.

Beim Thema Qualität wird Sony oft als Premium dargestellt, aber das ist meiner Meinung nach nicht immer gerechtfertigt. Preis und Leistung stehen nicht in jedem Bereich im Verhältnis, und es gibt genug Beispiele, wo Verarbeitung oder Langlebigkeit hinter den Erwartungen bleiben.

Was mich aber deutlich mehr stört, ist das Management. In mehreren Sparten trifft Sony Entscheidungen, die langfristig eher fragwürdig wirken.
Ein gutes Beispiel ist Crunchyroll. Seit der Übernahme hat sich für viele Nutzer einiges verschlechtert. Weniger Transparenz, teilweise fragwürdige Entscheidungen beim Katalog und insgesamt eine schlechtere Nutzererfahrung. Das fühlt sich eher wie ein Rückschritt an.

Im Gaming-Bereich sieht es ähnlich aus. Studio-Schließungen und ein starker Fokus auf wenige große Titel sind vielleicht wirtschaftlich nachvollziehbar, aber aus Sicht der Spieler nicht unbedingt positiv.

Kritik daran bedeutet nicht, dass alles schlecht ist. Sony hat starke Produkte und bekannte Marken. Aber genau deshalb ist es umso enttäuschender, wenn dieses Potenzial durch solche Entscheidungen nicht richtig genutzt wird.

Ryu

Hab einiges von Sony daheim, anfangen von der PS1/2/3/4/4pro/5/psp/vita hab in ears und das Xperia IV. Bin inzwischen einfach ein ziemlich unzufriedener,sehr frustrierter Playstation (unteranderem CR)Kunde. Nach der Glorreichen PS1/PS2/PS3 Era ging es erst langsam (PS4) und danach steil berg ab(PS5). Gute Studios hat man platt gemacht und gute Spiele (von Sony selbst) bekomme ich, wenn ich Glück habe 1 im Jahr. Ich nehme mal an das du kein Playstation Konsument bist ?

KnSNaru

Richtig. Ich habe zu Bulk-Gertäschaften keinen einzigen Bezug.
Die PlayStation ist nur aus Sicht ihres Steuerungschips ein Sony-Gerät – ansonsten ist es ein Foxconn-Gerät.

Eines meiner letzten Geräte von Sony, das dort auch hergestellt wurde, war ein DVP-NS930V für runde 450 Euro sowie etwa ein Jahr danach ein DVP-NS400D für knapp 400 Euro.
Bei DVD-Playernw ar Sony für michd as Nonplusultra. Wobwi der hochwertige Player des DVD-Rekorder DVDR-990 MKIII von Philips für runde 1.300 Euro wiedeurm seienrseits seine Vorzüge bot. Per TosLink (F05) klang er dynamischer; im direkten Vergleich per RCA (Digital Coaxial) klangen die Sony-Geräte immer etwas nuancierter.
Der Sony RDR-GX700, den ich dahingehend gerne näher kennengelernt hätte, war unmittelbar ein Fall für die RMA, diese sich in ewig hinauszögerte, sodass ich stattdessen auf die Schnelle zu den mit rund 900 Euro gleichteuren Philips DVDR-890 griff.

Ich

Ich bin gespannt was dabei rauskommt. Insbesondere wenn es darum gehen wird was für Sicherheitsmaßnahmen überhaupt aktiv waren. Das dürfte interessant werden.

Shinigami

Bin ja gespannt ob CR mein Abo kündigt, die haben die Frist zur Bestätigung des Erhöhten Preises schon mal verlängert. Aber ich werde nicht bestätigen und warten was passiert, aber ich habe seltsamerweise das Gefühl dass wahrscheinlich das Abo mit dem alten Preis weiter laufen wird 😉

Shinigami

CR hat heute wieder die Frist um 1 Monat verlängert, sind also schon 2 Monate 😄

Zuras

Aber Hauptsache Preise erhöhen. Sowas von frech in meinen Augen! Kriegt endlich mal eure uralte Seite auf die Reihe!!

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